Hartmut Illmer: Widerspricht Analyse

Harte Kritik an Aussage Dr. Shahidis

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Der Edeka-Markt an der Harpstedter Straße ist „gestorben“ (wir berichteten). Eine Tatsache, die Bürgermeister Dr. Kian Shahidi durchaus begrüßt: „Wir wollen keine Leerstände, haben in 300 Metern Entfernung einen Versorger.“ Genau diese Aussage kann Hartmut Illmer von der Titus-Projektentwicklung absolut nicht verstehen.

Wir haben Illmer mit der Aussage des Bürgermeisters konfrontiert – nach seiner Meinung dazu gefragt. Eher ungehalten war dann die Reaktion: „Die Aussage des Bürgermeisters, dass der Edeka-Markt den gutachterlichen Aussagen des Einzelhandelskonzeptes widerspricht, ist schlichtweg falsch.“ Die Haltung Dr. Shahidis sei von Anfang an die gewesen, diese Ansiedlung als Nahversorgungsfunktion für die Bevölkerung zu verhindern und sich über gutachterliche Aussagen hinwegzusetzen: „Wir bedauern diese Haltung. Dies führte dazu, dass wir unser Vorhaben trotz positiver Aussage der gutachterlichen Verträglichkeitsanalyse nicht verwirklichen konnten.“

Illmer bezieht sich dabei auf das im Auftrag der Stadt erstellte Einzelhandelsgutachten zur geplanten Edeka-Ansiedlung: „Dieses bewertet eindeutig und unmissverständlich unter verschiedenen Aspekten den Neubau des SB-Marktes positiv.“

In diesem Zusammenhang verweist Dr. Shahidi auf ein weiteres Gutachten, das eben zu einem anderen Ergebnis gekommen sei. „Mangels Neutralität, da von der Rewe-Gruppe in Auftrag gegeben, sind wir auf diese Analyse seinerzeit gar nicht weiter eingegangen“, betont Illmer. Er habe sich stets auf die von der Stadt in Auftrag gegebene Analyse gestützt.

Darin wurde von der Unternehmensberatung BBE, Hamburg, untersucht, inwieweit der Verbrauchermarkt mit einer Nettoverkaufsfläche von 1 250 Quadratmetern Auswirkungen auf die bestehenden Nahversorgungszentren der Stadt sowie auf die Innenstadt haben würde. Auszug aus dem Gutachten: „In der abschließenden Bewertung dieser Verträglichkeitsanlayse als Ergänzung zum Einzelhandelskonzept für die Stadt wurde im Ergebnis festgestellt, dass ein Vollsortimenter an der Harpstedter Straße die Nahversorgung im östlichen Stadtgebiet verbessert. Die im Kern- und Nahbereich befindlichen Wettbwerber sind in ihrer Existenz und ihren Entwicklungsperspektiven nicht gefährdet.“

Allein auf diese Analyse gründet Hartmut Illmer seinen Unmut: „Ich kann bis heute nicht verstehen, warum nicht auch die Bürger einmal zu diesem Thema gehört wurden.“

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