„Demo“ geplant / Vollsperrung wird Mittwoch aufgehoben

Harpstedt vor der Wiedervereinigung

Harpstedt - Von Jürgen BohlkenMitte kommender Woche sind mit der Freigabe der neuen Delmebrücke am Amtshof – zunächst nur für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen – Harpstedt-Ost und -West wieder vereint. Sechs Bürger planen dazu ein witziges Happening beim „Checkpoint Charly“, wie das Hotel „Zur Wasserburg“ von Karl-Heinz („Charly“)  Grohe schon seit Monaten scherzhaft genannt wird.

Die Idee, das Ende des „entzweiten“ Fleckens ein wenig zu würdigen, kam von Heiner Hannekum. Aktiv beteiligen sich an der Aktion zudem seine Frau Daniela, Monika und Marcus Schäfers sowie Silke und Jens Landgraf. Mittlerweile hat der Plan recht konkrete Züge angenommen, und auch Harpstedts Gemeindedirektor Uwe Cordes ist eingeweiht: Ein alter Wartburg von Jörg Landgraf mit Anhänger wird aus Richtung Osten, ein Ford Taunus, 17 M („Badewanne“ genannt) aus dem Jahr des Mauerbaus (1961) mitsamt Wohnwagen aus Richtung Westen auf die „Zonengrenze“ zufahren. Die Fahrzeuge sollen zur Feier des Tages geschmückt werden. Da sind dann etwa Deutschland-Fahnen zu sehen – oder auch ein Banner mit dem Schriftzug „Endlich wieder vereint: Harpstedt-Ost und Harpstedt-West“.

Was ansonsten bei der augenzwinkernden „Demo“ passiert, behalten die Organisatoren für sich. Der Termin ist noch unklar.

Fest steht hingegen, dass die Vollsperrung der Ortsdurchfahrt und damit die monatelange Zweiteilung Harpstedts am Mittwoch, 21. Juli, aufgehoben wird. Gestern ist die Delmebrücke asphaltiert worden. „Sie ließe sich theoretisch schon befahren. Trotzdem werden wir die Vollsperrung noch nicht gleich zum Beginn kommender Woche aufheben. Das wäre einfach zu gefährlich. Zunächst muss das Brückengeländer montiert sein. Das passiert am Montag und Dienstag“, berichtete Joachim Delfs von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg auf Nachfrage.

Ab Mittwoch können die Verkehrsteilnehmer wieder von Harpstedt-West nach -Ost und umgekehrt „passieren“, ohne – wie in den vergangenen Monaten – eine weiträumige Umleitung fahren zu müssen. Beim Amtshof wird der Verkehr aber dann bis voraussichtlich Mitte September lediglich einspurig über die beiden Brücken geführt, zumal das Bauwerk über den „Umläufer“ aktuell nur zur Hälfte fertiggestellt ist. Zugleich gilt erst einmal ein Durchfahrtverbot für Lastwagen mit über 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (Schulbusse sind davon ausgenommen). Will heißen: Brummis müssen Harpstedt in Ost-West- und West-Ost-Richtung weiterhin großräumig umfahren und werden darauf frühzeitig hingewiesen, etwa im Zuge der A1. Die offizielle Umleitung führt über die K 286 (nach Horstedt), die K 53 (nach Klein Ippener) und die L 776 (nach Harpstedt).

Die Teilerneuerung der Delmebrücke sei „termingerecht und ohne besondere Vorkommnisse“ abgeschlossen worden, resümiert Joachim Delfs. „Wir werden zum Schluss der Gesamtbaumaßnahme die Ortsdurchfahrt im Bereich der Brücken noch einmal für einen Tag ganz dicht machen müssen, um den Endausbau der Fahrbahn zu bewerkstelligen“, kündigt er an.

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