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Zwei-Millionen-Euro-Vorhaben im Harpstedter Rosenfreibad

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Von: Jürgen Bohlken

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Die Korrosionsschäden am Sprungturm haben ein ziemlich erschreckendes Ausmaß erreicht (Bild rechts). Die Anlage ist „abgängig“ und bedarf der Erneuerung. Gleiches gilt für die Technik im Schwimmerbecken-Technikkeller.
Die Korrosionsschäden am Sprungturm haben ein ziemlich erschreckendes Ausmaß erreicht. © Samtgemeinde Harpstedt

Harpstedt – Ob dem Bau- und Planungsausschuss der Samtgemeinde an diesem Donnerstag, 10. März, im Harpstedter Koems-Saal 40 bis maximal 60 Minuten für die Abarbeitung der Beratungspunkte reichen werden, muss sich zeigen. Die Tagesordnung hat es durchaus in sich. Das Gremium befindet nämlich nicht nur über Haushaltansätze in seinem Zuständigkeitsbereich, sondern widmet sich zudem einem Bauvorhaben mit einem Kostenvolumen von immerhin rund zwei Millionen Euro.

Die Entwurfsplanung des Ingenieurbüros Thalen Consult GmbH für die Erneuerung des Schwimmerbecken-Technikkellers und des Sprungturms im Rosenfreibad mitsamt einer neuen räumlichen Lösung für die Badeaufsicht und einer Remise für Lagerzwecke soll vorgestellt und erörtert werden. Da direkt im Anschluss, ab 20 Uhr, der Klimaschutz- und Umweltausschuss an selber Stelle tagt, ist der zeitliche Rahmen für die Sitzungsdauer vorgegeben.

Um mit den Bauarbeiten unverzüglich nach der Freibadsaison 2022 beginnen zu können, müssten jetzt die Bauantragsunterlagen, die Ausführungsplanung und die Leistungsverzeichnisse erstellt werden.

Aus der Beratungsvorlage

513. 000 Euro hatte die Samtgemeinde bereits für die Maßnahme im Freibad eingeplant. Der voraussichtliche Mittelbedarf für die weiteren Planungsleistungen und die bauliche Umsetzung beläuft sich laut Beratungsvorlage auf 1,527 Millionen Euro. Die Beschlussempfehlung der Verwaltung sieht vor, Mittel in dieser Höhe im Haushalt 2022 zu berücksichtigen.

„Um mit den Bauarbeiten unverzüglich nach der Freibadsaison 2022 beginnen zu können, müssten jetzt die Bauantragsunterlagen, die Ausführungsplanung und die Leistungsverzeichnisse erstellt werden“, heißt es in der Beratungsvorlage.

Anbau an alten Technikkeller

Der Entwurf der Thalen Consult GmbH sieht einen Anbau an den bestehenden Technikkeller vor. Dort soll die Treppe abgebrochen werden. Das Planbüro regt an, über den bestehenden Eingang den alten und den neuen Technikkeller miteinander zu verbinden. Ersterer soll eine Sanierung der Betonwände verpasst bekommen. In beiden Kellern soll die neue Schwimmbadtechnik untergebracht werden – und der Zugang über eine zu bauende Treppe erfolgen, „die durch eine Außentür zu erreichen ist“.

Günstiger Standort für Badeaufsicht

Über dem neuen Technikkeller hat das Planbüro den künftigen Raum für die Badeaufsicht angesiedelt. Der Standort erscheint günstig: „Von hier aus können Baby-, Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken sowie das Gelände – den Richtlinien und Vorschriften entsprechend – gut eingesehen werden“, geht aus der Beratungsvorlage hervor. In der Badeaufsicht soll zudem die Schwimmbadtechnik für alle drei Becken überwacht werden.

Sprungturm ist „abgängig“

Die Schäden am Sprungturm haben indes offenbart, dass eine Instandsetzung nicht wirtschaftlich hinzubekommen wäre. Die Alternative heißt Abbruch und Neubau am selben Standort. Das Planbüro schlägt eine Erneuerung in Stahlbauweise vor (aus einem, drei und fünf Metern Höhe sollen sich die Freibadnutzer weiterhin in die „Fluten“ des Schwimmerbeckens stürzen können).

Ersatz für „Schwarze Scheune“

Obendrein beinhaltet das „Gesamtpaket“ eine geschlossene Remise für die Lagerung von technischem Gerät und Materialien. Als Standort ist der Bereich vor dem vorhandenen Blockheizkraftwerk avisiert. Die Remise soll die baufällige „Schwarze Scheune“ ersetzen, in der das Einlagern mittelfristig nicht mehr möglich sein wird.  

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