Orgelentdeckertage in Harpstedt

Zeitreise mit der Königin der Instrumente

Zwei Männer und drei Frauen vor einer Orgelbank.
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Bescherten den Zuhörern in Harpstedt einen eindrucksvollen Orgel-Abend: Manfred Sander, Lukas Henkensiefken, Ilka Major, Andrea Müller-Wiesner und Ute Klitte (von links).

Harpstedt – Zum Abschluss der sechsten Orgelentdeckertage der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover präsentierte die Harpstedter Christusgemeinde ein Orgelkonzert am Freitagabend, das einen Tag später eine Wiederholung fand.

Ilka Major als Organistin der Harpstedter Kirchengemeinde sowie Lukas Henkensiefken als Gast aus Wildeshausen standen dabei im Mittelpunkt des durchaus kurzweiligen Programms. Martin Sander versorgte das Publikum zudem mit einigen Hintergrundinformationen zu den aufgeführten Werken, wie etwa den Komponisten, den Eigenarten des Instruments sowie manch lockerem Spruch.

Mit einer klingenden Zeitreise – beginnend im Barock über die Romantik bis hin in die Moderne – demonstrierten die Ausführenden die Vielfältigkeit des imposanten Kircheninstruments. Den Anfang machte Major mit einer zeitgenössischen Komposition. Mit dem Werk „Is It Blues?“ von Matthias Nagel zeigte die Organistin gleich zu Beginn, dass die „Königin der Instrumente“ auch zum Jazz taugt. Der Komponist Dieterich Buxtehude gehört hingegen zu den Vertretern des norddeutschen Barock – Henkensiefken interpretierte das Präludium D-Dur des Bach-Zeitgenossen. Bach prägte die Blüte der Orgelzeit und durfte in dem Konzert mit den Chorälen „Vater unser im Himmel“ und „O Mensch bewein dein Sünde groß“, dargeboten wiederum von Lukas Henkensiefken, natürlich nicht fehlen. Mit dem Finale in D-Dur der Sonate Nr. 6 aus den „Sechs Orgelsonaten op. 65“ wagte Major schließlich den Sprung in die deutsche Romantik.

Erst seit drei Jahren Organist

Eindeutiger Höhepunkt des Abends war jedoch der Choral Nr 3 a-Moll von César Franck mit einem virtuos fulminanten Finale. Eine respektable Leistung von Henkensiefken, der erst seit drei Jahren Orgel spielt. Zuvor hatte er sieben Jahre Klavierunterricht genommen. Der erst 16-jährige Musiker wurde von Ralf Grössler, dem Kantor der Wildeshauser Alexanderkirche, unterstützt, indem er zum Ende des Chorals für seinen Schüler wortwörtlich alle Register der Harpstedter Führer-Orgel ziehen durfte.

Dass die Orgel nicht nur ein Solo- sondern durchaus auch ein Begleitinstrument ist, zeigten schließlich Ute Klitte (Geige) mit „Èpithalame“ von Jules Armingaud und Andrea Müller-Wieser (Gesang) mit „Notre Pére“ von Maurice Duruflé.

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