Otto Sauter und Michael Mendl begeistern mit „Venezianischer Weihnacht“ in der Christuskirche

Zeitreise durch die Jahrhunderte

Eine Reise durch die venezianische Weihnacht gab es beim Konzert von Otto Sauter und der „Capella Istropolitna“ in der Harpstedter Christuskirche.

Harpstedt - Der Klang barocker Streichermusik erfüllte am Samstagabend das Schiff der Harpstedter Christuskirche. Die Piccolotrompete, die Otto Sauter gefühlvoll spielte, setzte mit ihrem hohen Klang Akzente. Und der Schauspieler Michael Mendl entführte die gut 200 Zuhörer mit seinen literarischen Beiträgen auf eine Zeitreise durch die Jahrhunderte.

Michael Mendl entführte unter anderem in „Mendels Zuckerbäckerei“.

Mit dem Konzert, das unter dem Titel „Venezianische Weihnacht“ stand, wollte Otto Sauter nicht nur das Publikum erfreuen, sondern auch an seinen verstorbenen Freund Dr. Franz Böhmert, ehemaliger Präsident des SV Werder Bremen, erinnern. Böhmert hatte mehrere Jahre in der Samtgemeinde Harpstedt gelebt und gemeinsam mit Sauter die Bremer Trompetenakademie gegründet. Anlässlich der Hommage an seinen Freund fanden sich unter anderem auch Böhmerts Witwe Helga sowie der UN-Sonderbeauftragte Willi Lemke mit Ehefrau Heidi unter den Zuhörern.

Ihnen wurden weihnachtliche Geschichten serviert, deren Ausgangspunkt und Schauplatz romantischer Begegnungen der Markusplatz in Venedig war. Als vermeintlicher Nachfahre des Zuckerbäckers Mendel las Michael Mendl Geschichten von Carlo Goldoni, Gustavo Adolfo Bécquer, Charles Dickens und Rainer Maria Rilke. Sie alle waren tatsächlich Gast in „Mendels Zuckerbäckerei“, die seit über 400 Jahren auf der Piazza San Marco die Bürger Venedigs mit Köstlichkeiten versorgt.

So vielfältig wie die Regionen Italiens sind die Bräuche, die mit dem Weihnachtsfest einhergehen. San Nicola, Santa Lucia, il Bambinello Gesu und La Befana – all diese Namen waren bei dem Ausflug in die Weihnachtsgeschichte Italiens präsent.

Otto Sauter begleitete den Weihnachtsbummel mit seiner Piccolotrompete. Gemeinsam mit der „Capella Istropolitna“ unter der Leitung von István Dénes spielte er Werke venezianischer Komponisten wie Antonio Vivaldi, Alessandro Marcello, Arcangello Corelli und Tommaso Albinoni. Sauter gehört zu den führenden Trompetern weltweit und ist einer der gefragtesten Solisten auf der Piccolotrompete. Mit der „Capella Istropolitna“ schuf Sauter in der Christuskirche ein klassisches barockes Musikbild. Zudem erschienen die Kompositionen von Vivaldi bis Corelli weihnachtlicher und festlicher als ihre Konkurrenz von Bach bis Händel.

Das Publikum in der Christuskirche genoss die weihnachtliche Komposition aus literarischen Beiträgen und barocker Musik. Besonders das Schlussstück „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ von Rilke rief Begeisterung hervor. Michael Mendl las den Text in seiner unvergleichlichen Art, begleitet von Otto Sauter und Franz Wagnermeyer an der zweiten Trompete.

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