Zahl der Einsätze ist gestiegen

Wöbse dankt den Maltesern für ihre Arbeit

Bürgermeister Herwig Wöbse (links) bedankt sich bei Malteser Stephan Schubert für den Einsatz am Feiertag.
+
Bürgermeister Herwig Wöbse (links) bedankt sich bei Malteser Stephan Schubert für den Einsatz am Feiertag.

Harpstedt - Fast hätte Bürgermeister Herwig Wöbse am Donnerstag umsonst vor der Malteser-Rettungswache in Harpstedt gestanden. Er hatte sich aufgemacht, um den Mitarbeitern für ihre Arbeit auch und besonders an den Feiertagen zu danken. Doch als er gegen 11 Uhr klingelte, leisteten die Malteser gerade Amtshilfe im Landkreis Diepholz – sie fuhren einen Patienten zum Krankenhaus nach Bremen.

Aber zur Freude des Bürgermeisters öffnete ihm Rettungssanitäter Stephan Schubert die Tür. Eigentlich hätte er auch mit auf dem Wagen sitzen sollen, doch wegen Silvester hatte er mit seinem Chef vereinbart, die Nachtschicht ein wenig später abzulösen.

So kam Schubert unfreiwillig um den Einsatz herum, und Bürgermeister Wöbse konnte seinen Geschenkkorb mit Obst, Schokolade und Traubenzucker loswerden. „Das ist aber reichlich“, bedankte sich Schubert und erklärte Wöbse, warum er der einzige Malteser in der Wache war.

Wöbse betonte, aus Sicht der Samtgemeinde könne man sich freuen, dass es in Harpstedt eine Rettungswache gebe. „Unterm Strich sind wir gut versorgt“, sagte er. Dabei seien die Einsatzzahlen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, merkte Rettungssanitäter Schubert daraufhin an. Früher seien sie statistisch betrachtet 1,3 Mal in 24 Stunden ausgerückt, „inzwischen sind es vier Einsätze in derselben Zeit“.

Fahrten wie gestern im Landkreis Diepholz seien dabei nicht so häufig. Dagegen würden die Malteser aus Harpstedt vermehrt Amtshilfe in Wildeshausen leisten. Für Schubert gibt es vor allem zwei Gründe, warum die Zahl der Einsätze gestiegen ist. „Die Leute werden älter, sind öfter krank und die Hemmschwelle, einen Rettungswagen zu rufen, ist gesunken“, erklärte er Wöbse.

Dieser wollte den Maltesern auch deswegen danken, weil deren Arbeit oft ein wenig im Verborgenen ablaufen würde. Da konnte ihm Schubert zumindest teilweise zustimmen. Als Rettungssanitäter sei man in der Öffentlichkeit noch nicht so anerkannt.

„Wir haben hier eine kleine Wache und natürlich sitzt man da auch mal drei Stunden rum und wartet. Aber wenn etwas ist, müssen wir schnell die richtigen Entscheidungen treffen.“ Hinzukomme, dass „wir Sachen sehen, die andere nicht sehen möchten“.

Auch sei es schade, dass die Malteser oft nicht hören würden, was nach ihren Einsätzen mit den Verletzten oder Kranken passiert sei. „Hin und wieder bedankt sich jemand. Ein Mann hat mal eine Kiste Bier vorbeigebracht“, erinnerte sich Schubert.

Wöbse hatte an Silvester bereits das DRK-Seniorenheim in Harpstedt besucht, um den Mitarbeitern dort zu danken. Er wolle solche Besuche von nun an regelmäßig zum Jahreswechsel machen, kündigte er an. Bleibt zu hoffen, dass er niemals vor verschlossenen Türen steht.

bor

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

Relax Pur für 2 – jetzt zum Schnäppchenpreis von 29,99 Euro

Relax Pur für 2 – jetzt zum Schnäppchenpreis von 29,99 Euro

Meistgelesene Artikel

Ihren Oldie mit Stern fuhr einst Heinz Schenk

Ihren Oldie mit Stern fuhr einst Heinz Schenk

Ihren Oldie mit Stern fuhr einst Heinz Schenk
Stadt pflanzt ersten Corona-Baum zur Erinnerung an die Toten

Stadt pflanzt ersten Corona-Baum zur Erinnerung an die Toten

Stadt pflanzt ersten Corona-Baum zur Erinnerung an die Toten
Neun neue ehrenamtliche Wohnberater im Landkreis Oldenburg

Neun neue ehrenamtliche Wohnberater im Landkreis Oldenburg

Neun neue ehrenamtliche Wohnberater im Landkreis Oldenburg
Alte Liebe: Martin Reiser besitzt eine außergewöhnliche Ducati

Alte Liebe: Martin Reiser besitzt eine außergewöhnliche Ducati

Alte Liebe: Martin Reiser besitzt eine außergewöhnliche Ducati

Kommentare