50 Wünsche von Kindern hängen in Form von Kärtchen an den Zweigen des „Wunschbaums“

In der Hörstube darf wieder „gepflückt“ werden

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Sie wünschen sich, dass alle 50 Wunschbaum-Wünsche in Erfüllung gehen: Nadine Stolle, Sabine Karwacik und Susanne Stößer (v.l.) aus der Hörstube in Harpstedt.

Harpstedt - 50 Wünsche von in der Samtgemeinde Harpstedt lebenden Kindern aus nicht so gut situierten Familien, die zu Weihnachten keinen üppigen Gabentisch erwarten dürfen, hängen in der Hörstube an der Burgstraße in Harpstedt am „Wunschbaum“. Sie warten darauf, erfüllt zu werden. Bürger, die ein Präsent besorgen möchten, müssen nicht mehr als 20 Euro dafür berappen. Wer will, der „pflückt“ sich einfach einen Wunsch und nimmt eines der Kärtchen mit, die an den Zweigen des Tannenbaums hängen. Darauf sind jeweils der Vorname des Kindes, das Alter und das gewünschte Präsent notiert.

Damit die Geschenke wirklich am Heiligen Abend Kinderaugen leuchten lassen können, müssen sie bis zum 16. Dezember wieder in der Hörstube abgegeben werden – nach Möglichkeit festlich verpackt. Den „Schenkern“ steht es frei, dem Inhalt eine Grußkarte mit ein paar persönlichen Worten beizufügen. Sie dürfen, wenn sie möchten, gern auch anonym bleiben. Das Kärtchen vom Wunschbaum sollten sie jeweils auf dem Geschenkpapier befestigen.

Das Verteilen der Präsente übernimmt die Jugendpflege Harpstedt (JuH). „Wir sind sehr froh über diesen verlässlichen Kooperationspartner“, sagt Susanne Stößer aus der Hörstube. „Und darüber, dass wir bedürftigen Kindern vor Ort helfen können“, ergänzt ihre Kollegin Sabine Karwacik. Die „Wunschbaum“-Aktion läuft im sechsten Jahr. Sie hat mittlerweile viele Nachahmer gefunden.

„Es gab schon im September Anfragen, ob wir das wiederholen“, erzählt Susanne Stößer. Der DRK-Ortsverein Harpstedt zählt offenbar zu den größten Fans der Initiative und hat sich gleich fünf Wünsche „gesichert“. Ein Betrieb aus Dünsen, der Bücher gegen freiwillige Spenden an Interessierte abgab, setzt die auf diese Weise akquirierte Summe ein, um Kinderwünsche zu erfüllen.

Die Jugendpflege achtet darauf, dass in den ausgesuchten Haushalten jeweils auch die Geschwisterkinder berücksichtigt werden, damit es am Heiligen Abend keine neidischen Blicke oder gar Tränen gibt.

In Delmenhorst hat die Hörstube übrigens ebenfalls einmal mehr einen „Wunschbaum“ aufgestellt. Dort sind aber nicht Kinder, sondern Erwachsene die Nutznießer. Die Präsente gehen an Bewohner des in Groß Ippener ansässigen Albertushofes, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen.

boh

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