Wolfgang von Fintel: Einigen Kulturen hat die große Hitze Anfang Juli zugesetzt

Getreide- und Raps-Erträge liegen unter Vorjahresniveau

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Die Getreideernte ist in vollem Gange. „Bei Weizen und Roggen geht‘s jetzt erst richtig los“, so der Geschäftsführer der RWG Bassum/Harpstedt, Wolfgang von Fintel.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Die Wintergerste ist mittlerweile abgeerntet. „Die Landwirte haben durchschnittliche Erträge erzielt, auf einigen Flächen sogar leicht überdurchschnittliche“, sagt Wolfgang von Fintel, Geschäftsführer der Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Bassum/Harpstedt. Die Raps-ernte sei nunmehr gut zur Hälfte abgeschlossen. Hier schätzt von Fintel, dass sich die Erträge um ungefähr 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau bewegen werden.

Vielerorts sind in den vergangenen Tagen Weizen, Roggen, Triticale und Raps eingefahren worden. Zwischenzeitliche Regenfälle hatten die Ernte teilweise unterbrochen. „Die Landwirte sind jetzt mit Hochdruck dabei, die Felder abzuernten“, so von Fintel weiter.

„Bei Triticale ist bereits weit über die Hälfte gedroschen. Bei Roggen und Weizen geht es jetzt so richtig los“, erläuterte der RWG-Geschäftsführer. Er gehe von unterdurchschnittlichen Erträgen aus, „gerade auch auf den etwas leichteren Böden“. Während der Hitzeperiode Anfang Juli mit Temperaturen von über 37 Grad sei die Wintergerste schon in der Abreife gewesen. Ihr habe das trocken-heiße Wetter offenbar weniger zugesetzt als den anderen – zu jener Zeit noch grünen – Getreidekulturen, vermutet von Fintel.

Prognosen zufolge werde die weltweite Getreideernte einschließlich Mais in diesem Wirtschaftsjahr die drittgrößte aller Zeiten sein. Im internationalen Vergleich kann deutscher Weizen mit Ware aus der Schwarzmeerregion zurzeit nicht mithalten. Länder wie die Ukraine und Russland würden in den nächsten Monaten wohl wieder die Märkte deutlich günstiger bedienen und große Mengen exportieren, so von Fintel. Der Chicago-Weizen liege unter dem Preisniveau der letztjährigen Ernte; die hiesigen Erzeugerpreise überträfen hingegen das Vorjahresniveau leicht. „Das liegt insbesondere an den im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Euro/Dollar-Wechselkurs“, so der Geschäftsführer der Genossenschaft.

Insgesamt bewegen sich die hiesigen Erzeugerpreise aber unter dem Fünf-Jahresdurchschnitt.

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