Wöbse äußert sich in CDU-Versammlung zur Schaffung von Krippenplätzen und zum Haushalt

Architekt hat schon mit der Planung begonnen

Harpstedt/Dünsen - Der beauftragte Architekt habe mit der Planung zur Umgestaltung der Grundschule Dünsen für eine zweigruppige Krippe schon begonnen, berichtete Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse am Montagabend während der Jahreshauptversammlung der Samtgemeinde-CDU im Hotel „Zur Wasserburg“.

Er erwähnte die Gründe, die dazu führten, den Ratsbeschluss vom Januar auf Erhalt des Schulstandortes zu kippen. Eine neue Schulleitung habe nicht gefunden werden können. Hinweisen aus dem Kollegium zufolge verteile sich die Arbeit bei zurückgehenden Schülerzahlen auf immer weniger Lehrer-Schultern. Parallel dazu sei festgestellt worden, dass die Samtgemeinde zu wenig Krippenplätze vorhalte. Im Zuge der Suche nach geeigneten Standorten für neue Krippen seien vier Varianten erarbeitet worden. Zwei davon seien in „die engere Wahl gekommen“, zum einen ein Neu- oder Anbau bei der Harpstedter Kita „Zwergnase“, zum anderen die Umgestaltung der Grundschule Dünsen bei gleichzeitiger Aufhebung des Schulstandortes. Der Beschluss zugunsten einer zweigruppigen Krippe in Dünsen dürfte nun, so Wöbse, eine „feste Basis“ haben. Wenngleich die Samtgemeinde jetzt „nur“ noch mit 700000 statt 1,3 Millionen Euro Neuverschuldung kalkuliert, sprach der Bürgermeister von einem „nicht zufriedenstellenden“ Haushalt 2016. Der Bürgermeister bedauerte, dass keine zukunftsweisenden Investitionen enthalten seien. So sehe der Etat keinen einzigen Euro für den Wegebau und für die Förderung des Breitbandausbaus vor.

Heiner Cordes hinterfragte, ob die Mitgliedskommunen noch imstande seien, die Samtgemeindeumlage aufzubringen, und ob die Sanierungen an der Oberschule mit der Erneuerung der Westfassade einen Abschluss fänden.

„Letztes Jahr hatten zwei der acht Mitgliedsgemeinden arge Probleme, noch einen tragfähigen Haushalt hinzukriegen“, sagte Wöbse. Wie es in diesem Jahr aussieht, ließ er offen, zumal noch nicht alle acht Gemeinden ihre Etats für 2016 aufgestellt haben. Seit Jahren sei aber zu erkennen, dass die Luft merklich dünner werde.

Was die Schule angehe, so deute sich weiterer Sanierungsbedarf an, wenngleich „nicht heute oder morgen“. Innerhalb der nächsten fünf Jahre werde wahrscheinlich die Ostfassade in Angriff genommen werden müssen. Auch an der Grundschule gebe es Altfassaden, an denen „früher oder später“ Handlungsbedarf bestehe.

boh

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