Aus dem Schützenverein nicht wegzudenken

40 Jahre Klosterseelter Damenriege: „Wir waren die Flintenweiber“

Die Damenriege des Schützenvereins Kirch- und Klosterseelte hatte einen guten Grund, sich selbst zu feiern: Sie besteht 40 Jahre.

Kirchseelte - Von Holger Rinne. „So richtig begeistert haben sich die Männer damals nicht gezeigt“, erinnert sich Monika Brinkmann. „Wir waren die Flintenweiber“, ergänzt sie schmunzelnd. Brinkmann zählte zu den 29 Frauen, die 1978, also vor 40 Jahren, dem Schützenverein Kirch- und Klosterseelte beitraten. Sie brachen seinerzeit fast ein Tabu.

„Schützenvereine waren damals reine Männersache“, sagte der erste Vorsitzende Klaus Stark am Sonnabend im Schießstand des „Dreimädelhauses“ in Kirchseelte. Vertreterinnen von elf Schützenvereinen aus der Nachbarschaft waren gekommen, um zum 40-jährigen Bestehen der Kirchseelter Damenriege zu gratulieren.

Überrascht wurden die Gastgeberinnen bereits am Vormittag. Die Männer aus dem Vorstand hatten einen Kranz gebunden und über Nacht an die Eingangstür des Schießstands gehängt. Klaus Stark betonte in seiner Ansprache, Gleichberechtigung werde im Verein heute großgeschrieben: „Es gibt bei uns keine geschlechtstypischen Aufgaben für Männer oder Frauen. Wir sind alle froh, dass wir euch dabei haben. Ohne euch wäre der Verein nichts“, sagte er zu den Damen. „Bei den Pokalschießen stechen wir sogar die Männer aus“, meinte Monika Brinkmann nicht ohne Stolz.

Bereits 1977 hatten sich 37 Frauen in der Absicht zusammengetan, in den Verein aufgenommen zu werden. Die Jahreshauptversammlung 1978 ebnete dafür den Weg. 29 Frauen traten im Laufe des Jahres ein. Heute zählt die Damenriege 40 Mitstreiterinnen. Mit Helga Huckemeyer als Schriftführerin rückte 1981 die erste Frau in den Vorstand. Auch beim Schießen um die Königswürde sind die Geschlechter längst gleichgestellt. 1984 wurde Heide Jaspermöller als erste Königin in der Vereinsgeschichte gekrönt.

Die Festgäste erlebten einen unterhaltsamen Nachmittag. Die Landjugend Heiligenrode amüsierte sie mit zwei Sketchen, und die „Klosterbachtaler“ umrahmten das Geschehen musikalisch.

Mit etwas Losglück konnte die eine oder andere Schützin im Rahmen einer „Blumentombola“ ein Stück Frühling mit nach Hause nehmen. Sekt und Wein gab es derweil beim Knobeln zu gewinnen.

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