Videoclip weist auf Erdkeller-Vorhaben hin

SoLaWi „Wildes Gemüse“: Bieterrunde steht bevor

Auf Youtube wirbt ein Clip für die SoLaWi „Wildes Gemüse Beckstedt“. Screenshot: Bohlken
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Auf Youtube wirbt ein Clip für die SoLaWi „Wildes Gemüse Beckstedt“. Screenshot: Bohlken

Harpstedt/Beckstedt – Die SoLaWisten schreiten zur Tat: Die erste Mitgliederversammlung der am 11. Januar aus der Taufe gehobenen Solidarischen Landwirtschaft „Wildes Gemüse Beckstedt e.V.“ beginnt am Freitag, 19. Februar, um 19 Uhr im Harpstedter Koems-Saal. „Unter Einhaltung der Coronaregeln“, betonen die Organisatoren.

Ab April soll das erste Gemüse des Beckstedter Erzeugers Rene Dolling abgeholt werden können. Daher sind nun die Planungen und Vorbereitungen intensiv voranzutreiben.

Die kommende Versammlung beinhaltet eine Bieterrunde. Bei dieser Gelegenheit können potenzielle Gemüseabnehmer für das kommende Gartenjahr, das am 1. April beginnt und am 31. März 2022 endet, jeweils einen Ernteanteil erwerben. Darauf weisen die SoLaWisten hin (eine Arbeitsgruppe, die aus der vom „freiraum“ angestoßenen Klima-AG hervorgegangen war, hatte das SoLaWi-Vorhaben mit Erfolg angestoßen). Sowohl für ganze Ernteanteile („Familienkiste“) als auch für Ein-Personen-Bedarfe werde in der Bieterrunde je nach den finanziellen Möglichkeiten der einzelnen Bieter und den Anforderungen des Landwirtes ermittelt, wie „die benötigte Summe gemeinschaftlich zusammenkommen kann“. Die Solidarität mit dem Erzeuger und der Ernteteilnehmer untereinander stehe dabei im Vordergrund.

Einfaches Funktionsprinzip

Eine SoLaWi beruht auf einem einfachen Funktionsprinzip: Die Mitglieder zahlen jeweils einen Beitrag zur Deckung betrieblicher Kosten und bekommen im Gegenzug einen Teil der Ernte. Teilhabe an dem nach ökologischen Grundsätzen angebauten Gemüse aus der Region soll bewusst auch Interessenten ermöglicht werden, die über ein geringes Einkommen verfügen und deswegen keinen so großen Beitrag zur Kostendeckung leisten können.

„Ziel ist, dass der Landwirt rentabel arbeiten kann und auch ein Risiko von Ernteausfällen durch die Teilhaber mitgetragen wird. Hier wird ein Vertrauensvorschuss geleistet, der durch den persönlichen Kontakt und die weitreichenden Einblicke in Anbauplanung und -durchführung wettgemacht wird“, erläutern die SoLaWisten.

„Soforteintritt“ möglich

Nur Mitglieder des Vereins „Wildes Gemüse Beckstedt e.V.“ können – aufgrund des weiterhin geltenden pandemiebedingten Lockdowns – am 19. Februar an der Versammlung teilnehmen, und auch nur sie können an der Bieterrunde mitwirken. Beitrittsformulare für Interessenten werden aber am Eingang des Koems-Saals ausliegen. Das heißt: Ein „Soforteintritt“ ist möglich. Im Verlauf des Abends wird das ganze Verfahren ausführlich erläutert.

Schon jetzt stimmt der „wachsende Zuspruch“ die SoLaWisten ausgesprochen zuversichtlich. Für das erste Erntejahr könnten insgesamt maximal 40 Ernteanteile verteilt werden; 34 davon seien bereits vergeben.

Gesät und gepflanzt wird sowohl auf dem Feld als auch in zwei Folientunneln.“, 

Aus einer Pressemitteilung der SoLaWisten

Geplant und in Vorbereitung sei die Erzeugung von 50 verschiedenen Biogemüse- und Biokräutersorten. Das schließe Kartoffeln, Salate, Tomaten, Möhren, Gurken, Paprika, Zwiebeln und Kohlsorten ein, ebenso etwa Wilde Rauke, Steckrüben und Haferwurzeln. „Gesät und gepflanzt wird sowohl auf dem Feld als auch in zwei Folientunneln“, heißt es seitens der SoLaWisten. Zusätzlich bestehe die Möglichkeit, bei Erzeuger Rene Dolling Bio-Eier und -geflügel sowie Honig zu kaufen.

Neben dem Gemüse stünden die Mitarbeit, der Austausch und die Gemeinschaft im Vordergrund. Jeder dürfe sich nach Lust und Laune an notwendigen Arbeiten und Planungen beteiligen. „Eine Pflicht zur Mitwirkung besteht aber nicht“, bekräftigt der SoLaWi-Verein. Auch hier gelte das Solidaritätsprinzip: Jeder könne sich entsprechend seiner persönlichen Ressourcen einbringen, aber keiner müsse das tun.

Klimafreundliche Kühlung

„Um uns das ganze Jahr mit frischem knackigen Gemüse versorgen zu können, benötigen wir einen klimaneutralen Erdkeller. Den werden wir gemeinsam bauen, sobald es Corona zulässt“, kündigt ein auf Youtube gestellter Info- und Werbefilm der SoLaWisten an. Die Planung sei schon vorhanden. Weiter heißt es erläuternd: „Im Gegensatz zu einem Kühlcontainer verbraucht ein Erdkeller keinen Strom. Im Winter wird das Gemüse darin bei circa fünf Grad gelagert, und selbst an heißen Sommertagen ist es dort nicht wärmer als 18 Grad. Auch Generationen nach uns werden diesen Erdkeller noch nutzen können.“

Rückfragen von Interessierten beantworten Irmtraud Keppler (Telefon 04244/967 316), Hille Perl (Tel.: 0173/206 49 73) und Jens Moysich (Tel.: 0173/203 46 28).   boh

SoLaWi-Clip unter:

www.youtube.com/watch?v=zc-3Z0hOBsM

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