Wie verhält man sich im Notfall?

Die Malteser Jugend Kindern den Umgang mit Erster Hilfe

Freuten sich über den spannenden Sonntag: Die Teilnehmer und Übungsleiter.
+
Freuten sich über den spannenden Sonntag: Die Teilnehmer und Übungsleiter.

Im Rahmen einer Ferienspaßaktion bot die Malteser Jugend unter dem Motto „Abenteuer Helfen – spielend Leben retten, ein Spieletag mit ,Erster Hilfe‘“ einen lehrreichen Sonntagnachmittag in der Harpstedter Rettungswache an. Neun Mädchen und Jungen im Alter von acht bis dreizehn Jahren nutzten die Gelegenheit, um ihr Wissen zu vertiefen beziehungsweise neue Erfahrungen zu machen.

Harpstedt –Maximilian Oebker, Ausbildungsleiter und Schulsanitätsdienst, Organisatorin Laura Hartmann und Ausbildungsanwärter Arne Sengstake sowie die beiden Gruppenleiter Niklas Mählenhoff und Moritz Ziebolz erklärten den Kindern sowohl technisches als auch praktisches Grundwissen.

Zu Beginn wurde ihnen vermittelt, wann Erste Hilfe zu leisten notwendig werden kann. Dazu zählt nicht nur die Unterstützung bei einem Unfall – auch das Trösten der Verletzten gehört dazu. Wenn eine Störung der Vitalfunktionen vorliegt – dazu zählen Bewusstsein sowie Atmung und Kreislauf – muss unbedingt sofort mit lebensrettenden Hilfeleistungen begonnen werden. Der Ersthelfer wird in den ersten drei Gliedern der Rettungskette aktiv: Beim Absichern (nach einem Verkehrsunfall ein Warndreieck aufstellen) beinhaltet das zugleich den Eigenschutz. Es folgt das Absetzen eines Notrufs und das Ergreifen der Sofortmaßnahmen (Vitalfunktionen überprüfen oder Wundversorgung). Es folgt das Eintreffen des Rettungsdienstes und die Fahrt ins Krankenhaus.

Mählenhoff ging mit den Teilnehmern durch, welche Angaben bei der Meldung eines Notrufs gemacht werden müssen: Wo geschah es? Was ist passiert? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Art der Verletzung oder Erkrankung liegt vor? Und Warten auf Rückfragen. Was viele Menschen nicht wissen: Der Notruf kann von jedem Telefon aus ohne Münzen oder Telefonkarten kostenlos erfolgen.

Es ist heutzutage sehr wichtig, zu helfen und nicht einfach vorbeizugehen.

Gruppenleiter Niklas Mählenhoff

Bei verschiedenen Szenarien lernten die Kinder, worauf man im Notfall achten und wie man sich verhalten sollte. Das oberste Gebot dabei: ruhig bleiben. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. „Es ist heutzutage sehr wichtig, zu helfen und nicht einfach vorbeizugehen“, riet Mählenhoff. Im weiteren Verlauf lernten die Kinder, wie Verbände richtig angelegt und Pflaster geklebt werden. Ziebolz und Mählenhoff demonstrierten zudem die stabile Seitenlage. Stellt man fest, dass die Person nicht ansprechbar, also bewusstlos ist, ist es wichtig, die Atemwege frei zu halten. Dies geschieht durch das Überstrecken des Kopfes. Dadurch wird die Zunge angehoben. Der Mund muss geöffnet werden – hält man die Hand davor und es kommt warme Luft heraus, atmet die Person wieder. Nach dem Absetzen des Notrufs muss die Atmung immer wieder überprüft werden, bis der Rettungswagen vor Ort ist. Danach waren die Teilnehmer gefragt. Einige trauten sich sogar, die Maßnahmen entweder als Patient oder Helfer unter Anleitung der Übungsleiter zu wiederholen.

Niklas Mählenhoff zeigt wie man die Atemwege von Moritz Ziebolz (Matte) überprüft.

Sengstake, der aktuell ein Praktikum an der Rettungswache für sein Rettungsingenieurstudium absolviert, konnte feststellen, dass die Theorie für die jüngeren Teilnehmer immer etwas trocken ist. Interessiert zeigten sich hingegen alle, als es in die Halle zum Rettungswagen ging. „Ich bin mit ihnen die Ausstattung durchgegangen und habe gezeigt, was sich in den einzelnen Schränken befindet. Dazu gehören Kreislaufmittel, Blutdruckmanschetten und Utensilien für die Wundversorgung“, so Sengstake. In den Außenschränken befinden sich spezielle Tragesystem wie Tuch und Stuhl. Letzterer wurde hervorgeholt und anschaulich vorgeführt. Anschließend wurde die Trage rausgeholt – eine Teilnehmerin, Sina (9), wurde darauf festgeschnallt. Eine besondere Trage, unter anderem für Wirbelsäulenverletzungen, ist ebenfalls an Bord.

Beim Mehrzweck-Defibrilator kann gleichzeitig ein Elektrokardiogramm geschrieben, der Blutdruck gemessen und die Blut-Sauerstoffsättigung angezeigt werden. So wurde den Kindern der eigene Herzschlag gezeigt. Nach knapp drei Stunden ging ein lehrreicher und interessanter Nachmittag zu Ende.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Wahrscheinlichste neue Ministerinnen und Minister

Wahrscheinlichste neue Ministerinnen und Minister

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Leckeres Essen zu einem Rabatt: Sparen Sie 50 Prozent auf Ihre Bestellung bei Bofrost

Leckeres Essen zu einem Rabatt: Sparen Sie 50 Prozent auf Ihre Bestellung bei Bofrost

Meistgelesene Artikel

Corona: Keine 3G-Pflicht mehr im Landkreis Oldenburg

Corona: Keine 3G-Pflicht mehr im Landkreis Oldenburg

Corona: Keine 3G-Pflicht mehr im Landkreis Oldenburg
Kind in Wildeshausen angefahren: Fahrer oder Fahrerin flüchtet

Kind in Wildeshausen angefahren: Fahrer oder Fahrerin flüchtet

Kind in Wildeshausen angefahren: Fahrer oder Fahrerin flüchtet
Arbeit am Integrationskonzept für Wildeshausen läuft

Arbeit am Integrationskonzept für Wildeshausen läuft

Arbeit am Integrationskonzept für Wildeshausen läuft
Erste Bürgerbus-Fahrt vor zehn Jahren in Wildeshausen

Erste Bürgerbus-Fahrt vor zehn Jahren in Wildeshausen

Erste Bürgerbus-Fahrt vor zehn Jahren in Wildeshausen

Kommentare