In Harpstedt ist alles vorbereitet

„Wer wählt, darf meckern“

Wahlleiter und Bürgermeiser in Personalunion: Herwig Wöbse vor der Wahlkabine im Harpstedter Amtshof. - Foto: Petzold

Harpstedt - Alles ist vorbereitet: Gelb, blau, rot und grau – zu farbigen Stapeln sortiert liegen die Briefwahlunterlagen ordentlich nebeneinander. Seit Mittwoch kann in Harpstedt schon gewählt werden.

„Die Briefwahl wird immer beliebter. Früher mussten die Wähler noch begründen, warum sie per Post wählen. Heute ist das glücklicherweise nicht mehr nötig“, erzählt Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse, der auch als Wahlleiter fungiert. Die Unterlagen können persönlich abgeholt oder zugeschickt werden. Wer es nicht zum Amtshof schafft, schickt die Karte mit dem Antrag ab und erhält alles, was für die Wahl nötig ist, per Post. Die ausgefüllten Stimmzettel kommen in einen blauen Umschlag, der wiederum zusammen mit dem Wahlschein in ein rotes Kuvert gesteckt wird. Eine Frankierung ist nicht nötig.

„Die Briefwahl ist für uns in der Vorbereitung zwar etwas aufweniger, aber es ist eine gute Investition für mehr Wahlbeteiligung“, berichtet Wöbse.

Wer am 11. September keine Zeit hat, aber auf das echte „Wahlfeeling“ dennoch nicht verzichten möchte, kann die Briefwahlunterlagen in einer Wahlkabine im Amtshof ausfüllen und vor Ort in eine Urne stecken.

„Die Kommunalwahl macht uns sogar etwas mehr Arbeit als die Bundestagswahl“, so Wöbse. „Schließlich gibt es für jede Mitgliedsgemeinde einen eigenen Stimmzettel. Dazu kommen dann noch die Zettel für die Kreis- und die Samtgemeindewahl.“ Da gilt es, viel Papier zu koordinieren.

Unterstützt wird die Gemeinde bei der Wahl durch etwa 100 freiwillige Helfer. „Für diese Aufgabe gibt es hier eine große Bereitschaft. Viele haben Spaß daran oder tuen es aus Pflichtbewusstsein“, so Wöbse.

Zum Schluss appellierte er nochmal an das demokratische Pflichtbewusstsein der Harpstedter: „Wir wünschen uns natürlich eine hohe Wahlbeteiligung. Es geht schließlich um Dinge in der Samtgemeinde, die unsere Bürger direkt betreffen. Außerdem kann hinterher nur meckern, wer auch gewählt hat.“

pp

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