„HarpStones“ nicht nur bei Facebook

Wenn Steine den Alltag bunter machen

Zusammen kreative Ideen auszuprobieren ist für Nicole Windeler, Roswitha Stevens, Britta Schütte und Anke Stiller (v.l.) nichts Neues. Fotos: backhaus

Wenn man „Steine bemalen und verstecken“ in eine Internet-Suchmaschine eingibt, überrollt eine Trendwelle die Tastatur. „ElbStones“, „Küstensteine“. Den Norden hat's gepackt: seit Dienstag ist auch Harpstedt dabei. Vier Frauen haben die Facebook-Gruppe „HarpStones“ gegründet.

Harpstedt – „Ich fand das witzig: Man sieht einen Stein und lacht“, sagt Britta Schütte. Die 41-Jährige aus Groß Ippener ist eine der beiden Administratorinnen der Facebook-Gruppe „HarpStones“, die seit Dienstagabend online ist. Binnen 48 Stunden haben sie und ihre Freundin Roswitha Stevens aus Harpstedt knapp 70 Mitglieder gewonnen – und das alles mit ein paar bemalten Steinen. „Wir sind am Mittwoch echt überrannt worden“, erzählt Stevens. „Da hat ja keiner mit gerechnet“, ergänzt Nicole Windeler aus Harpstedt.

Denn eigentlich ist das alles keine große Sache: Vier Frauen, die sich als Grundschulmütter kennenlernten und sich seit Jahren treffen, um zu stricken, zu häkeln oder zu schnacken, haben einen Trend aus den USA aufgegriffen. Sie bemalen Steine mit Acrylfarben und legen sie im öffentlichen Raum aus: auf Parkbänken, im Gras, im Wald. Wer einen entdeckt, darf sich darüber freuen und ein Foto davon in eine Facebook-Gruppe hochladen. Viele legen die Fundstücke an einen neuen Ort – der auch nicht nur ein paar Schritte, sondern einige Kilometer weit entfernt sein kann. Stevens hat schon einen „HarpStone“ in Westerstede deponiert. „Da steht ,Moin‘ drauf – ich dachte, das passt.“ Was mit den Steinen geschieht, ist aber im Endeffekt Sache des Finders, sagt Schütte.

Da waren eindeutig Harpstedterinnen am Werk.

Während die einen nun nach bemalten Kieseln Ausschau halten, sind die vier Frauen auf der Suche nach Material. „Überall, wo man steht und geht, guckt man“, sagt Stevens. Die einzige Anforderung: „Er sollte glatt sein.“ Auch was die Motive angeht, sind die Freundinnen offen. Während sie die Harpstedt-Miniaturen der Kirchseelterin Stiller bewundern, zeigen sie auch ganz andere Stücke: mit Wohlfühl-Sprüchen, Gesichtern oder Figuren. Beim ersten Stein sei es noch schwierig, danach werde es immer einfacher, finden die Frauen. Inzwischen ist das Malen für sie zur Entspannung geworden. Am Dienstagabend, als sie die Facebook-Gruppe ins Leben riefen, hätten sie bis halb zwölf zusammengesessen.

Am Pfingstwochenende haben sie viel Zeit für ihre Steine eingeplant – und verteilen bis dahin fleißig, was schon fertig ist. Mit Blick auf die Gruppe hoffen die Frauen vor allem auf viele, die auch zum Pinsel oder Stift greifen. „Ich möchte auch mal einen Stein finden, den ich noch nicht kenne“, sagt Stiller.

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