WenDo-Kurse in Harpstedt

Anschreien als Reaktion auf Betatschen kann Wunder wirken

Die Älteren führten ihren Eltern das zuvor im Kurs Erlernte vor – und ernteten dafür viel Beifall.
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Die Älteren führten ihren Eltern das zuvor im Kurs Erlernte vor – und ernteten dafür viel Beifall.

Harpstedt – „Hier haben wir es mit absoluten Anfängerinnen zu tun, denen etwas gemein ist: Sie alle werden nach den Sommerferien eingeschult“, sagte Andrea Ney zu Beginn eines WenDo-Ferienspaßkurses in der Harpstedter Delmeschule, der sich an künftige ABC-Schützinnen richtete. Ihr ging es darum, Ängste vor der Schule abzubauen und zugleich Tipps für richtiges Reagieren auf etwaige aggressionsbehaftete Alltagssituationen zu geben.

Der Sinn einer Fallübung, auch Bestandteil des Kurses, erklärte sich hingegen von selbst: Wer richtig fällt, kann Verletzungen – insbesondere am Kopf – vorbeugen. Viel Spaß bereitete den Mädels das Boxen mit Pratzen, die sie vor Schmerzen und etwaigen Blessuren schützten. Während einer Freispielphase powerten sie sich am Airhockey-Tisch aus. Im weiteren Verlauf demonstrierte Andrea Ney, wie genau das Zerschlagen von Brettern gelingt. Am Ende lobte sie den Biss der jungen Damen: „Alle waren mit viel Engagement bei der Sache und haben sehr gut mitgemacht.“

„Stopp, ich will das nicht!“

Am Nachmittag kamen 15 „WenDo-Mädchen“ im Alter von sechs bis zehn Jahren zum Zuge. Sie übten unter anderem auch, auf ein Kissen zu boxen. Bei den Falltechniken lautete wiederum das oberste Gebot: Niemals auf den Kopf fallen! Entschiedenes Reagieren auf Betatschen, etwa auf unvermitteltes Fassen an den Po, übte die Gruppe ebenfalls: „Stopp, ich will das nicht!“, schrien die Mädels aus voller Brust. Ein beherztes „Finger weg!“ kann ebenfalls Wunder wirken, lernten sie.

Einer der WenDo-Kurse richtete sich gezielt an Schulanfängerinnen.

In einem Theaterstück spielten sie eine Situation durch, in der sich zwei Mädchen auf dem Schulhof erst beleidigen und dann anfangen zu prügeln, bis eins laut um Hilfe ruft. Die Freunde kommen angerannt und entschärfen die Situation mit dem ablenkenden Vorschlag, gemeinsam auf die Schaukel zu gehen, gewaltfrei. Zum Schluss führten die Mädchen ihren Eltern das erarbeitete Stück im Freien vor und ernteten dafür viel Applaus. Außerdem veranschaulichten sie im Rahmen eines Worst-Case-Szenarios sinnvolles Verhalten in verschiedenen Extremsituationen.

Andrea Ney zeigt sich „mächtig stolz“ auf die Mädels

Die neunjährige Emilia, die in ihrer Freizeit Karate trainiert, präsentierte zur großen Freude eine Kata. Der Begriff bezeichnet die detaillierte Festlegung von Bewegungsabläufen, die durch Üben so weit in Fleisch und Blut übergehen, dass sie ohne nachzudenken quasi reflexartig ausgeführt werden können.

Andrea Ney zeigte sich begeistert von den Mädels: „Ich bin mächtig stolz auf euch. Ihr habt das so toll gemacht.“ Die Mädchen gaben das Kompliment sehr gern zurück: „Andrea ist so witzig. Wir hatten mega viel Spaß mit ihr“, hieß es. Zum Abschluss bekräftigten alle Kursteilnehmerinnen durch beherztes Rufen: „Ich bin ein starkes Mädchen!“  

Von Anja Rottmann

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