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Welcher Fördertopf passt fürs Harpstedter Freibad?

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Von: Jürgen Bohlken

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Welcher Fördertopf käme mit Blick auf den Sanierungsbedarf im Rosenfreibad in Betracht? Stefan Wachholder hat im Büro des FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Christian Dürr nachgehakt.
Welcher Fördertopf käme mit Blick auf den Sanierungsbedarf im Rosenfreibad in Betracht? Stefan Wachholder hat im Büro des FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Christian Dürr nachgehakt. © -

Harpstedt – „Die Zeit, die SPD-Ratsfrau Saskia Kamp in einen Leserbrief investiert hat mit dem Ziel, bei der Freibadsanierung aufs Tempo zu drücken, hätte sie besser darauf verwenden sollen, die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag zu fragen, ob zeitnah mit einem Förderprogramm zu rechnen ist, das uns bei der Finanzierung der nötigen Sanierungsmaßnahmen helfen kann“, findet Stefan Wachholder (CDU).

Er selbst ist in diese Richtung nun aktiv geworden. Nachdem ihm die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen vor längerer Zeit Hoffnungen auf einen passgenauen Fördertopf gemacht hatte, hakte der Samtgemeinderatsherr vergangene Woche im Büro des FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Christian Dürr aus Ganderkesee nach. Zugleich setzte er FDP-Ratsfraktionssprecher Horst Bokelmann darüber in Kenntnis, „damit er sich nicht übergangen fühlt“. Die schriftliche Antwort aus Berlin stimmte Wachholder nach eigenem Bekunden zuversichtlich. Und vor dem Hintergrund der offenbar gar nicht so schlechten Aussichten auf Fördergeld hält er es für richtig, die 1,1 Millionen Euro im Samtgemeindehaushaltsentwurf 2022 für das Rosenfreibad (Technikkeller, Sprungturm, Badeaufsicht und Remise) mit einem Sperrvermerk zu belegen.

Im Übrigen sei die Stadt Wildeshausen ganz ähnlich vorgegangen. Auch dort hätten die Pläne fertig in der Schublade gelegen – in der Erwartung von Fördergeld. Ein Zuschuss für das Wildeshauser Freibad wäre geflossen, hätte die Stadt den 50-prozentigen Kosten-Eigenanteil aufgebracht. „Bei uns stehen die Mittel im Haushalt. Sobald absehbar ist, dass wir eine hinreichende Förderung kriegen, können wir sie freigeben und loslegen“, sagt Wachholder.

Vier Optionen

Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ hält Christian Dürrs Büroleiter Dr. Joachim Algermissen – auch hinsichtlich der Erfolgsaussichten – für das „relevanteste“. Die Samtgemeinde hatte 2020 schon einmal versucht, Geld aus diesem Topf zu bekommen, ging aber leer aus. Grund: Das Programm, das Städte und Gemeinden beim Erhalt ihrer sozialen Infrastruktur unterstützen will, war recht schnell stark überzeichnet. Noch in diesem Jahr werde es einen neuerlichen Förderaufruf geben, hat Algermissen in Erfahrung gebracht. Im Anschluss müsste sich die Samtgemeinde Harpstedt „umgehend bewerben“, um mit dem Freibad-Maßnahmenpaket „für die Förderliste in Frage zu kommen“. Der Büroleiter weiter: „Ich empfehle Ihnen, regelmäßig zu schauen, ob es Neuigkeiten gibt. Sollte ich eine Information bekommen, denke ich auch an Sie.“

Eine andere Option wäre laut Algermissen das „Investitionspaket Sportstätten“, ein „ergänzendes Programm der Städtebauförderung“. Es unterstütze die bauliche Sanierung und den Ausbau solcher Stätten, „die primär der Ausübung von Sport dienen“. Für 2022 seien 110 Millionen Euro an Bundesmitteln für die Länder vorgesehen. Zur Anmeldefrist lägen aber noch keine Informationen vor.

Bei uns stehen die Mittel im Haushalt. Sobald absehbar ist, dass wir eine hinreichende Förderung kriegen, können wir sie freigeben und loslegen.

Stefan Wachholder

Eine dritte Chance sieht Algermissen in einem Programm des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport, das seit 2019 mit einem Volumen von bis zu 100 Millionen Euro „multifunktional nutzbare Sporthallen und Hallenschwimmbäder“ fördere. Als Outdoor-Anlage passt das Rosenfreibad allerdings nicht so richtig dazu; außerdem endet die aktuelle Antragsfrist schon am 31. März.

Last but not least erwähnt Christian Dürrs Büroleiter die Möglichkeit, einen KfW-Investitionskredit für Kommunen (nach oben auf 30 Millionen Euro begrenzt und damit mehr als hinreichend) in Anspruch zu nehmen, der „für viele verschiedene Verwendungszwecke vorgesehen“ sei. Darüber hinaus gebe es die Möglichkeit, einen Tilgungszuschuss von bis zu 50 Prozent für Einzelmaßnahmen zu erhalten.

Die Informationen hat Stefan Wachholder auch dem Samtgemeindebauamt im Amtshof übermittelt.

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