„Albertushof“-Tagesförderung legt Tannenbaumschonung an

500 weitere „Nordmänner“ gesellen sich 2018 hinzu

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Christof Naber (rechts), stellvertretender Einrichtungsleiter des Albertushofes, wurde bei der Anpflanzung von rund 400 Nordmanntannen tatkräftig unterstützt von Beschäftigten der Tagesförderung. Kleines Foto: Viele Selfies entstanden in jüngster Zeit vor großen Forstmaschinen beim Roden für den nachfolgenden Anbau einer neuen Weihnachtsbaumplantage.

Gross  Ippener - Besonders viele Selfies auf dem Albertushof in Groß Ippener sind kürzlich vor riesigen Forstmaschinen „geschossen“ worden, die beim Roden von Gehölzen auf dem Nachbargrundstück zum Einsatz kamen. „Wir schaffen Platz für den Anbau einer neuen Weihnachtsbaumplantage“, sagt Christof Naber.

Zusammen mit Beschäftigten der Tagesförderstätte pflanzte der stellvertretende Einrichtungsleiter in den vergangenen Tagen mehr als 400 Nordmanntannen auf einem 7000 Quadratmeter großen Grundstück. Das Areal liegt direkt gegenüber dem Kerngelände des Albertushofes, auf dem aktuell 75 Menschen mit Unterstützungsbedarf leben. Neben stationären Wohngemeinschaften gibt es in der Behinderteneinrichtung an der Grenze zu Delmenhorst eine Seniorentagesstätte mit altersgerechten Betreuungsangeboten für geistig beeinträchtigte Frauen und Männer im Rentenalter. Zudem existiert eine Tagesförderstätte. Dort erhalten Menschen mit hohem Hilfebedarf, die keine Werkstatt für behinderte Menschen besuchen können, ein tagesstrukturierendes Angebot. „Die Anlegung der neuen Weihnachtsbaumplantage ist ein solches Angebot“, erläutert Naber.

Schafe haben beruhigende Wirkung

Mit großem Interesse verfolgten die Beschäftigten die Veränderungen auf dem Grundstück der anderen Straßenseite. Im Vorfeld mussten der alte Tannenbaumbestand entfernt, eine Einzäunung organisiert und ein neues Pflanzbeet hergestellt werden. Dafür rodeten Maschinen den Wald und ernteten das Holz – für Bewohner und Beschäftigte keine alltägliche Sache. Anschließend ging es an die Neubepflanzung. Nach einem ausgearbeiteten Förderplan starteten die Beschäftigten der Tagesförderung die Pflanzaktion. Mit neu angeschafften Spaten ging es an die Arbeit. Reihe für Reihe kamen die vierjährigen Nordmanntannen an einer Schnur entlang in die Erde. 500 weitere „Nordmänner“ sollen 2018 folgen. Zeitgleich erfolgte auf dem idyllischen Gelände des Albertushofes eine Modernisierung des Schafstalls.

Christof Naber erklärt, was das tiergestützte Projekt mit den Tannenbäumen zu tun hat: „Jeden Morgen bringen Beschäftigte die Schafe vom Schafstall in die Schonung. Wir halten hier eine ganz besondere Rasse namens Shropshire. Diese Tiere sind nicht nur sehr zutraulich und menschenbezogen; sie halten auch das wild wachsende Gras zwischen den Reihen der gepflanzten Bäume kurz und fressen die Nadelbäume nicht an.“ Aus pädagogischer Sicht haben die Schafe eine beruhigende Wirkung auf Menschen mit Unterstützungsbedarf. Neben den Streicheleinheiten und dem Spüren von Nähe können die Tiere bei physischen und psychischen Erkrankungen helfen und die Sinne stimulieren.

Reger Weihnachtsbaumverkauf in sieben oder acht Jahren

„Unsere Shropshire-Schafe vermitteln das Gefühl, gebraucht zu werden. Man kann sie streicheln, ausführen, füttern und Verantwortung übernehmen“, weiß Naber. Er wünscht sich einen regen Weihnachtsbaumverkauf auf dem Albertushof in sieben oder acht Jahren – mit neuen Kontakten zwischen den Käufern und den Beschäftigten der Tagesförderung. Erste Neukontakte gab es bereits: Einem Passanten gefiel das neue Baumfeld so gut, dass er den Albertushof ansprach und mit der Anpflanzung von weiteren 200 Nordmanntannen auf seinem Privatgrundstück beauftragte.

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