Weitere Freiwillige können gern mitmachen

Flüchtlingshilfe stößt auf großes Wohlwollen

Harpstedt - Seit Herbst vergangenen Jahres hat auch die Samtgemeinde Harpstedt Flüchtlinge aufgenommen. Weitere werden folgen. Die Kommune bemüht sich nach wie vor darum, Wohnraum zur Unterbringung der Asylbewerber anzumieten.

Die evangelische Christusgemeinde engagiert sich im Interesse derer, die schon hier sind. Unter ihrem Dach hat sich eine Gruppe von Helfern zusammengefunden, die den Flüchtlingen auf verschiedene Weise zur Seite stehen. Aktuell gibt es alle zwei Wochen in der Harpstedter Begegnungsstätte an der Amtsfreiheit, Ecke Tielingskamp, ein Treffen mit den Ankömmlingen. Bei Kaffee und Tee besteht dort Gelegenheit, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

In den vergangenen Wochen haben die Helfer ihre Unterstützung ausgeweitet. Sie hätten, so heißt es in einer Pressemitteilung der evangelischen Christusgemeinde, Fahrräder repariert und den Flüchtlingen dadurch mehr Mobilität innerhalb der Samtgemeinde ermöglicht. Obendrein würden die Unterkünfte der Asylbewerber regelmäßig besucht. Hinzu kämen Begleitungen bei Arztbesuchen und Behördengängen, Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen und Bemühungen zur Integration der Flüchtlinge in Sportgruppen. Hilfe werde auf „ganz verschiedene Weise geleistet“. Die Helfer hätten sich überdies um die Ausstattung der Unterkünfte mit Fernsehern, Möbeln und dergleichen bemüht. Im Zuge einer Sammlung seien viele Gegenstände zusammengekommen; etliches davon sei bereits weitergereicht worden. Darüber hinaus helfe die DRK-Kleiderkammer, wenn es an Kleidung mangele, teilt die Kirchengemeinde mit.

Weitere Unterstützung ist willkommen. Wer Kleidungsstücke, auch Schuhe (insbesondere Turnschuhe), übrig hat und spenden will, kann sie zu den Öffnungszeiten der Kleiderkammer in der Harpstedter Delmeschule abgeben – also dienstags von 14 bis 17 Uhr; die Einrichtung ist durch den Eingang „Am Kleinen Wege“ zugänglich.

Zum Bedauern der Kirchengemeinde kam „der offizielle Deutschkurs für die Flüchtlinge“ noch nicht zustande. Daher hätten Helfer damit begonnen, privat Unterricht zu erteilen. Insgesamt bleibe festzustellen, dass ihr Engagement „auf viel Wohlwollen“ stoße und die Bereitschaft groß sei, „sich an der Unterstützung zu beteiligen“.

Wer Interesse hat, bei dieser Art von Flüchtlingshilfe mitzumachen, möge sich bei Pastorin Hanna Rucks (Tel.: 04244/8760) melden.

eb/boh

Rubriklistenbild: © dpa

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