Ortstermin der SPD-Fraktion mit Axel Brammer

„Weitere Blühstreifen in der Feldmark wären wünschenswert“

Mit Axel Brammer schauten sich Hermann Schnakenberg, Saskia Kamp, Klaus Budzin und Matthias Hoffmann (v.l.) in der Feldmark um, so auch an der Lindenallee mit Sonnenblumen-Streifen.

Harpstedt - „Die Feldmark des Fleckens Harpstedt ist hervorragend begrünt – und ein gutes Beispiel für die Wege in allen Gemeinden des Landkreises“, urteilte der Landtagsabgeordnete Axel Brammer am Montag, als die Mitglieder der SPD-Fleckenratsfraktion, Klaus Budzin, Saskia Kamp, Hermann Schnakenberg und Matthias Hoffmann, mit ihrem Parteifreund eine Besichtigung unternahmen. Verschwiegen wurde dabei nicht, dass die Begrünung erst möglich geworden sei, als die SPD im Rat die Feststellung der Grenzen zwischen Weg und Acker durchgesetzt habe.

Brammer, der sich im Landtag besonders für den Naturschutz engagiert, lobte, das Wegeseitengrün sei ein wunderbarer Lebensraum für viel Kleingetier und die Vogelwelt. Gerade die Vögel fänden immer weniger Nahrung wegen des dramatischen Insektensterbens. „Vor wenigen Jahren klebten bei Autofahrern im Frühjahr und Sommer die Windschutzscheiben voller Insekten. Das kommt heute kaum noch vor.“ Dem könne man aber nicht nur mit mehr Gesetzen und Verordnungen entgegenwirken, sondern hierzu bedürfe es sachlicher Auseinandersetzungen mit den praktizierenden Landwirten. Er habe bereits mit Junglandwirten gute Gespräche geführt, berichtete Brammer. Seine Mahnung an alle: „Unser Planet ist einmalig. Wenn wir den zerstören, gibt es kein Zurück.“

Besonders imponierte Brammer die lange Lindenallee, die als Querweg vom Oldenburger Weg bis zum „Neuen Heidland“ führt. Die Pflanzen hatte der Flecken nach der Wiedervereinigung günstig bekommen. Eberhardt Guba, damals Ratsmitglied, hatte erfahren, dass sie in einer Baumschule in den neuen Bundesländern für einen Supermarkt Platz machen mussten. Die Transportkosten erwiesen sich als eine gute Investition. „Das bringt nicht nur Nahrung für Honigbienen, sondern auch für viele andere Insekten“, merkte Brammer an. Er vermisste aber echte Blühstreifen in der Feldmark und riet, dafür noch freie Wegeseitenränder von der Gemeinde zu nutzen. Ein Mini-Streifen mit Sonnenblumen neben dem Maisfeld überzeugte ihn nicht.

Einen interessanten Einblick gewann Brammer am „Immenthun-Weg“. Dort gab es vor 25 Jahren großen Streit über das Zurückschneiden der Bäume und Büsche. Heute ist davon nichts mehr zu erkennen.

Klar wurde den neuen Ratsmitgliedern das Erfordernis, das stark wachsende Grün zurückzuschneiden und sogar in Abschnitten „auf den Stock zu setzen“. Das sollte aber nach ihrer Ansicht fachkundiger gemacht werden als das Beschneiden der Lindenbäume im vorigen Jahr. Die neuen „Schüsse“ machten dort keinen guten Eindruck.

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