Feuerwehrhausneubau in Colnrade: Rat beschließt B-Plan zu Baugrundstück einstimmig als Satzung

Wann’s „definitiv“ losgeht, ist noch offen

Konzipiert und geplant ist das neue Colnrader Feuerwehrhaus. Aus dem „ersten Spatenstich“ wird aber direkt nach dem Jahreswechsel noch nichts.  
Skizze: Büro Glüsenkamp
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Konzipiert und geplant ist das neue Colnrader Feuerwehrhaus. Aus dem „ersten Spatenstich“ wird aber direkt nach dem Jahreswechsel noch nichts. Skizze: Büro Glüsenkamp

Colnrade – Einstimmig hat der Rat der Gemeinde Colnrade den Bebauungsplan für das Grundstück, auf dem die Samtgemeinde Harpstedt den Feuerwehrhausneubau errichten will, als Satzung beschlossen. Die Planung beinhaltet die Ausweisung einer Gemeinbedarfsfläche zwischen dem Kieselhorster Weg und der Kreisstraße 5. Das Areal misst in der Breite nur 27 Meter. Für einen Grüngürtel reicht der Platz nicht. Eingriffe in den Naturhaushalt sollen zu einem großen Teil an anderer Stelle, in Austen, mit Gehölzpflanzungen kompensiert werden. Auch für einige dickere Birken, die dem Neubau weichen, ist Ersatz zu schaffen; mit der Pflanzung von 23 kleinen Bäumen wäre dem Genüge getan.

Die Feuerwehrfahrzeuge sollen im Einsatzfall direkt auf die Kreisstraße 5 aus- und von dort auch wieder einrücken dürfen. Die missbräuchliche Nutzung dieser Zu- und Ausfahrt wird mit technischen Hilfsmitteln, etwa einer Schranke, unterbunden. Der Bereich liegt außerhalb der festgesetzten Ortsdurchfahrt. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund bedarf es seitens des Landkreises Oldenburg als Straßenbaulastträger einer Sondernutzungserlaubnis. Die Planung beinhaltet auch eine Anbindung des Grundstücks an den Kieselhorster Weg – sozusagen für den „Normalbetrieb“: Dort wird die Hauptzufahrt/-ausfahrt verlaufen.

Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann hinterfragte den aktuellen Stand in Sachen Neubau. „Der Bauantrag ist gestellt“, erwiderte Samtgemeindebauamtsleiter Jens Hüfner. Der B-Plan werde Anfang 2021 mit der Veröffentlichung des Satzungsbeschlusses im Amtsblatt in Kraft treten. Dann liege die planungsrechtliche Grundlage für die Erteilung der Baugenehmigung vor.

Ob das Thema Energieversorgung nun abschließend geklärt sei, wollte Ratsherr Wolfgang Heinzl wissen. Aus Sicht der Verwaltung gebe es einen abschließenden Beschluss (Gas-Brennwertkessel und 20-kWp-Fotovoltaikanlage), der umzusetzen sei.

„Wann soll’s denn nun definitiv losgehen mit dem Neubau? Ich glaube, das interessiert die Bürger am allermeisten. Das zieht sich ja gefühlt unendlich lange hin“, hakte der frühere stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Brand in der Einwohnerfragestunde nach. „Das kann ich auch nicht ändern“, entgegnete Hüfner. „Die Beratung hat sich hingezogen.“ Einen „definitiven“ Termin für den Baustart konnte der Amtsleiter nicht nennen. Ausgeschrieben werden könne jedenfalls erst, wenn die Baugenehmigung vorliege.

„Die Gemeinde Colnrade freut sich auf jeden Fall auf ein neues Feuerwehrhaus“, bekräftigte Anne Wilkens-Lindemann.

Die Zukunft des bisherigen Gerätehauses interessierte wiederum Ratsherr Wolfgang Heinzl: „Gibt es Pläne seitens der Samtgemeinde Harpstedt, was damit passiert? Wird sie das Gebäude der Gemeinde Colnrade zum Kauf anbieten oder schenken? Wie wird das gehandhabt?“ Jens Hüfner antwortete, seines Wissens werde in solchen Fällen die Immobilie auf jene Mitgliedskommune übertragen, auf deren Grundstück sie stehe.

„Das heißt, wir müssen uns Gedanken darüber machen, was wir in Zukunft mit diesem Gebäude anfangen wollen“, schlussfolgerte Wolfgang Heinzl und schlug vor: „Dann machen wir einen Ideenwettbewerb. Oder? Das wäre doch interessant.“  boh

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