Walter Körner und seine Frau Gretchen aus Groß Köhren feiern morgen Goldhochzeit

Beim ersten Flirt war sie 13 Jahre jung

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Seinen Collie Paul hat das Goldpaar richtig ins Herz geschlossen.

Gross Köhren - Mit zunehmendem Lebensalter scheint die Zeit immer schneller zu vergehen. Diesen Eindruck hat zumindest Gretchen Körner (69), geb. Groenevold, aus Groß Köhren. Die zweite Hälfte der 50 Ehejahre an der Seite ihres Mannes Walter sei ihr deutlich kürzer vorgekommen als die erste, sagt sie. Morgen feiert das Paar Goldhochzeit. An ihr Ja-Wort in Harpstedt vor dem Standesbeamten Dirk Heile und dem katholischen Pfarrer Paul Lojak vom 1. Oktober 1965 erinnern sich die Jubilare gern zurück, auch an die Feier in der „Marktschänke“ von Peter Strachowitz mit rund 50 Gästen.

Vom allerersten Flirt bis zur Verlobung am 16. Mai 1964 waren gut vier Jahre vergangen. Auf dem Ostermarkt 1960 in Leer hatte Walter Körner seine spätere „Herzdame“ kennengelernt. Er weilte dort mit einem Kumpel, sie – damals 13 Jahre jung – mit einer Freundin. Beide blieben in Kontakt, schrieben sich gegenseitig Briefe, sammelten aber erst einmal ihre eigenen Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht, ehe sie endgültig zueinander fanden.

Während der Bundeswehrzeit, die Walter Körner als Z2-Zeitsoldat beim Panzerbataillon 33 in Barme absolvierte, nahm die Liaison an Intensität zu. „1963 wurde so langsam mehr daraus“, erinnert sich das Goldpaar. Noch vor der Vermählung zog das junge Glück in das Groß Köhrener Elternhaus von Walter Körner, das dessen Vater Paul 1955 erworben hatte. Apropos Paul: So heißt auch der zweieinhalbjährige Collie, der den beiden Ehejubilaren heute in ihrem Ruhestand fast so viel Aufmerksamkeit abverlangt wie ein Kind.

Drei eigene – mittlerweile längst erwachsene – Sprösslinge haben die Körners großgezogen. Sohnemann Holger (44) wohnt mit seiner Verlobten Anja im selben Haus. Tochter Claudia (46) lebt mit ihrem Mann Frank sowie den Kindern Jana und Mika in Harpstedt. „Nachkömmling“ Sonja (32) hat es unterdessen mit ihrem Freund Robert nach Bremen verschlagen.

Verreisen gehört überhaupt nicht zu den Leidenschaften der Ehejubilare. Walter Körner und seine Gattin entspannen viel lieber im eigenen Garten, der allerdings gepflegt werden will. Und das bringt bei einer Grundstücksgröße von rund 5000 Quadratmetern jede Menge Arbeit mit sich. Das Refugium des Ehepaars umfasst auch einen kleinen Gemüsegarten und ein Gewächshaus. Die Goldbraut strickt obendrein gern und bastelt mit viel Herzblut Deko. Ein- oder zweimal im Jahr, so erzählt sie, biete sie eigene Arbeiten in Twistringen auf Flohmärkten zum Verkauf an.

Als die eigenen Kinder noch klein waren, herrschte im Hause Körner die „klassische“ Aufgabenteilung: Die Ehefrau und Mutter kümmerte sich um Haushalt und Familie; der Ehemann und Vater schaffte das Geld heran. Fast 20 Jahre lang arbeitete Walter Körner bei der AG Weser – von Oktober 1964 bis zur Schließung der Werft am 31. Dezember 1983. Als Schiffschlosser blieb er seinem Ausbildungsberuf annähernd treu. Bei Wilhelm Alfke in Harpstedt hatte der heute 73-Jährige in jungen Jahren Bauschlosser gelernt.

boh

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