Korso-Weltrekord mit 457 Autos

Mercedes-Liebhaber knacken Weltrekord in Tarmstedt

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Sandra von der Wöste aus Harpstedt mit ihrem Mercedes von 1976, der in Tarmstedt im bislang längsten W123-Korso der Welt mitfuhr.

Harpstedt/Tarmstedt - Von Jürgen Bohlken. „Nur“ 324 Autos der Marke Mercedes, Baureihe W 123, hätten gereicht, um den Weltrekord zu knacken. Sage und schreibe 457 sind es geworden.

Und einen davon lenkte am vergangenen Sonntag die Harpstedterin Sandra von der Wöste, als sich der weltlängste W123-Korso auf einem sechs Kilometer langen Rundkurs durch die Samtgemeinde Tarmstedt schlängelte.

Ihr Mann Kai saß auf dem Beifahrersitz jenes Autos, das einst der Fernsehstar Heinz Schenk („Zum Blauen Bock“) als Firmenwagen nutzte.

„Es gab keinerlei Stress. Alle haben sich an die Regeln gehalten. So galt auf dem Ausstellungsplatz, der Start- und Zielort der W123-Parade gewesen ist, wegen der großen Trockenheit der vergangenen Wochen ein strenges Rauchverbot. Ich habe dort auch niemanden qualmen sehen“, sagt Kai von der Wöste. 

457 Autos „mit Stern“, allesamt aus der Baureihe W 123 – das hat in Tarmstedt locker gereicht, um den bisherigen Weltrekord aus dem Jahr 2016, der bei 323 Fahrzeugen lag, zu knacken. Sandra von der Wöste und ihr Mann Kai haben ihren „123er“ auf diesem Erinnerungsfoto inmitten der Blechlawine entdeckt.

„Die aktive Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr haben die Absicherung und Leitung des Verkehrs voll im Griff gehabt. Viele weitere Helfer waren im Einsatz. Die Stimmung kann man nur als riesig bezeichnen. Die Ränder der für den Korso gesperrten Straßen waren gesäumt mit Menschen. Der Posaunenchor hat gespielt. Viele Zuschauer hielten sich in ihren Gärten auf und grillten. Die Tarmstedter haben ein richtiges Fest aus dem geglückten Weltrekordversuch gemacht“, ergänzte Kai von der Wöste. 

Seiner Ansicht nach wäre das auch „mal was für unseren Ort. So etwas oder etwas Ähnliches, vielleicht in Form eines Events zugunsten krebskranker Kinder, könnte ich mir sehr gut auch in Harpstedt vorstellen.“

Die W123-Fahrer hätten sich untereinander ausgetauscht und nette Gespräche geführt. Alkoholgenuss sei für sie selbstverständlich tabu gewesen. Noch bis gegen Mittag habe es in Tarmstedt geregnet. Zum Start des längsten W123-Korsos der Welt sei es aber trocken gewesen, und die Temperaturen seien bis auf hochsommerliche Werte geklettert.

Ihre Startnummer hat die Harpstedterin als Erinnerungsstück aufgehoben.

Schon ein bisschen stolz sind Sandra und Kai von der Wöste darauf, dass sie mit ihrem 1976 gebauten „Heinz-Schenk-Mercedes“ mit der Konvoi-Startnummer 22 zum Guiness-Buch-Eintrag beitragen konnten. Die Länge des Autokorsos, so war zu vernehmen, hätte sogar zweimal für die auserkorene Strecke durch Tarmstedt gereicht.

Besonders imponierten den beiden Harpstedtern insgesamt drei Fahrzeuge mit sieben kleinen und großen W123-Fans aus Portugal, die, um dabei zu sein, 2600 Kilometer Anreisestrecke auf sich genommen hatten. „Die waren drei Tage unterwegs“, erzählt Kai von der Wöste.

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