Mehr Lagerplatz und neue Sortiermaschine

Waden GmbH will mit betrieblicher Erweiterung noch 2017 beginnen

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Viele Verbraucher assoziieren mit der Waden GmbH in erster Linie die ganzjährig erhältlichen bunten Eier.

Simmerhausen - Von Jürgen Bohlken. Der seit 2001 im Gewerbegebiet Simmerhausen ansässige Eierveredeler Waden stößt mit dem zur Verfügung stehenden Platz an seine Grenzen und wird demnächst erweitern. „Wir haben massive Lagerprobleme“, verhehlt Holger Runden, geschäftsführender Gesellschafter, nicht.

Eine neue Halle mit 3 000 Quadratmetern Grundfläche soll vor dem bestehenden Gebäude entstehen. Dort will das Unternehmen eine neue Maschine zum Einsortieren der Eier in Verpackungen unterschiedlichster Art aufbauen und in Betrieb nehmen; die alte werde mittelfristig ausgemustert, erläutert Runden. „Wir verlagern also einen Teil der Produktion in das neue Gebäude.“ In der geplanten Halle werde zudem Platz für Lager und Logistik geschaffen. Obendrein würden die bestehenden Parkplätze verlegt – auf den Seitenstreifen, der ebenfalls dem Unternehmen gehört.

Den Bauantrag für die Erweiterung hat die Waden GmbH schon eingereicht. Holger Runden hofft, dass die Baugenehmigung „im August oder September“ erteilt wird. Sein erklärtes Ziel ist es, noch in diesem Jahr mit dem Hallenbau zu beginnen. Welche Investitionssumme für die Maßnahme erforderlich ist, kann Runden aktuell selbst noch nicht hundertprozentig genau einschätzen. Daher macht er dazu aktuell keine Angaben. Mit der Erweiterung, so lässt der 43-Jährige durchblicken, werde mittelfristig wohl auch die Schaffung einiger neuer Arbeitsplätze einhergehen. Aktuell stehen rund 140 Beschäftigte bei der Waden GmbH in Lohn und Brot.

500 Millionen Eier jährlich - oberes Drittel des Weltmarktes

Rund 500 Millionen Eier verarbeitet der Veredeler jährlich. Die Lieferanten seien regional und bundesweit verstreut. Dazu zähle natürlich auch das in der Nachbarschaft angesiedelte Landgut Hennenberg, das, so Runden, „bekanntlich zu uns gehört“. Das Hauptgeschäft der Waden GmbH ist das Kochen und Schälen von Eiern für die Feinkostindustrie und für Caterer, wenngleich viele Verbraucher mit dem Unternehmen in erster Linie die gefärbten Vespereier assoziieren, die nicht mehr nur zu Ostern, sondern bundesweit ganzjährig in den Discountern und den Filialen der Lebensmitteleinzelhandelsketten zu bekommen sind. Sie seien längst „ein nationaler Artikel geworden“, weiß Runden. Ein weiteres Unternehmsstandbein sei das Verpacken und Vertreiben frischer – weder gekochter noch gefärbter – Eier.

Marktführer sei Waden im Übrigen keineswegs, wenngleich im oberen Drittel anzusiedeln. Es gebe Großproduzenten in der Veredelungsindustrie mit stückmäßigen Umsätzen von zwei bis drei Milliarden Eiern jährlich.

Der Standort Simmerhausen ist übrigens die einzige Produktionsstätte und zugleich Sitz der Waden GmbH.

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