Sandra von der Wöste nimmt mit ehemaligem Firmenwagen von Heinz Schenk an Weltrekordversuch teil

Ein W 123 aus prominenter Hand

Sandra von der Wöste mit ihrem W 123, den einst Heinz Schenk als Firmenwagen nutzte. - Foto: boh

HARPSTEDT/TARMSTEDT - Von Jürgen Bohlken. Der Mercedes W 123 gilt als der Inbegriff von Solidität. Mindestens 324 Autos dieses von 1976 bis Anfang 1986 gebauten Typs werden am Sonntag, 10. Juni, in Tarmstedt zu einem Weltrekordversuch erwartet. Einer davon kommt aus Harpstedt und gehört seit elf Jahren Sandra von der Wöste. Er stammt aus prominenter Hand: Heinz Schenk (1924–2014), der jahrzehntelang als Moderator der Show „Zum Blauen Bock“ ein vorwiegend älteres TV-Publikum aufs Beste unterhielt, nutzte dieses Auto einst als Firmenwagen.

Die Limousine mit einem 2,5-Sechszylinder-Motor und 129 PS war 1977 erstzugelassen worden – auf die Firma Otto Höhl. Dieses Unternehmen habe damals den berühmten „Äppelwoi“ für den „Blauen Bock“ abgefüllt, weiß Kai von der Wöste. Er fährt an der Seite seiner Frau Sandra mit nach Tarmstedt und rechnet fest mit dem Eintrag ins Guiness-Buch. Zwar werde Dick Smemann, der Cheforganisator des Events, von Tag zu Tag nervöser, aber er habe nichts dem Zufall überlassen. Den gebürtigen Niederländer hatte ursprünglich der Militärdienst nach Tarmstedt verschlagen.

Der W123-Club Stammtisch Elbe-Weser, dem Smemann angehört, will den 2016 in Holland aufgestellen Weltrekord von damals 323 Fahrzeugen des Typs W123 „knacken“. Mitmachen können generell Eigentümer von Karossen dieser Baureihe. Dabei ist es gleichgültig, ob sie den Mercedes privat, als Firmen-, Kranken- oder gar Leichenwagen nutzen. Auch Pick-ups und Cabrios dürfen sich einreihen. Jedes Fahrzeug muss aber nachweislich für den Straßenverkehr zugelassen und TÜV-abgenommen sein. Auch haben die Fahrer jeweils einen gültigen Führerschein vorzuzeigen.

Laut Kai von der Wöste, der beruflich als Brummifahrer international Obst und Gemüse befördert, ist die Schallmauer von 324 W123ern bei den Anmeldungen bereits erreicht. Die Weltrekordversuch-Teilnehmer kämen nicht nur aus Deutschland. „Sogar zwei W 123er aus Portugal sowie je ein weiterer aus Polen und Russland sind dabei.“ Start- und Endpunkt der Ausfahrt soll das Gelände der Ausstellungs-GmbH Tarmstedt („Tarmstedter Ausstellung“) sein. Die Parade wird sich etwa ab 13 Uhr auf einem Sechs-Kilometer-Rundkurs durch die 11000-Seelen-Samtgemeinde schlängeln.

Zu den Bedingungen, die für den Guiness-Buch-Eintrag einzuhalten sind, gehört, dass während der Ausfahrt zwischen den Oldtimern kein größerer Abstand als zwei Fahrzeuglängen, maximal zehn Meter, entstehen darf.

Das Event geht mit einem großen Medienrummel einher, weiß Kai von der Wöste. Seine Frau und er sind mit dem W123, den einst Heinz Schenk fuhr, übrigens sehr zufrieden. Der Wagen habe TÜV. Sein gutachterlich festgestellter Wert betrage 9 800 Euro. Gemessen am Standard der 1970er- und 1980er-Jahre handele es sich um ein „relativ zuverlässiges Auto“.

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