Vortrag in Delegiertenversammlung des Seniorenbeirats der Samtgemeinde Harpstedt regt zum Nachdenken an

Im Alter noch fit genug, um Auto zu fahren?

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Über den guten Besuch freute sich der Vorsitzende Heinfried Sander (stehend, Mitte).

Harpstedt - Von Anja Rottmann. Bin ich in meinem Alter wirklich noch fit genug, um mich sicher mit dem Auto im Straßenverkehr zu bewegen? Ein Vortrag während der Delegiertenversammlung des Seniorenbeirates der Samtgemeinde Harpstedt animierte zum Nachdenken über diese Frage.

Delegierte aus etlichen Vereinen nahmen am Montagnachmittag teil. Der Vorsitzende Heinfried Sander begrüßte die Gäste zusammen mit Erika Hormann und Günter Rohlfs im Hotel „Zur Wasserburg“. Ein gemütliches Kaffeetrinken folgte. Dazu gab‘s leckeren Kuchen, gesponsert von der Samtgemeinde, wie Bürgermeister Herwig Wöbse schmunzelnd bemerkte; aus der Verwaltung war auch Sozialamtsleiterin Edda Masemann vertreten.

Im weiteren Verlauf ging Rudi Czipull von der Verkehrswacht des Landkreises Oldenburg in einem Vortrag auf das Thema „Fit und Auto-mobil – Ältere Menschen im Straßenverkehr“ ein. Anhand einer rund einstündigen Power-Point-Präsentation erfuhren die Anwesenden unter anderem, dass 85 Prozent der ab 65-Jährigen im Alltag noch mit einem eigenen Fahrzeug unterwegs sind, dass zehn Prozent von anderen mitgenommen werden, 36 Prozent mit dem eigenen Fahrrad fahren und vier Prozent mit einem Taxi, dass 42 Prozent zu Fuß gehen und 24 Prozent öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Gegenüber früheren Zeiten hat sich der Straßenverkehr enorm verändert. Dadurch sind auch die Anforderungen an Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und Aufmerksamkeit gestiegen, und solche Fähigkeiten lassen mit fortschreitendem Alter naturgemäß nach.

„Ältere Fahrzeugführer fahren besser, als die meisten Verkehrsteilnehmer befürchten. Sie fahren aber nicht so vorbildlich, wie sie selber glauben“, bringt es Prof. Bernhard Schlag von der Technischen Universität in Dresden auf den Punkt. Absicht des Referenten war es durchaus, mit diesem Zitat zum Nachdenken anzuregen.

Der Vortrag erntete reichlich Applaus. Broschüren zum Thema konnten mitgenommen werden. „Ich komme gerne zu Ihnen in die unterschiedlichen Vereine. In Gruppen bis zu 20 Personen kann der Vortrag noch einmal gehört werden. Für Fragen, Anregungen und Diskussionen stehe ich jederzeit zur Verfügung“, gab Rudi Czipull den Anwesenden mit auf den Weg.

Heinfried Sander berichtete von aktuell über 2500 Menschen in der Samtgemeinde, die über 60 Jahre alt sind. Bis 2030 verdoppelt sich der Anteil der 60+-Senioren voraussichtlich in etwa. Ein großes Lob zollte der Vorsitzende den Gästen: „Der Vorsitz in dieser Konstellation besteht seit nunmehr vier Jahren – die Veranstaltung war noch nie so gut besucht wie heute.“

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