Betten und sonstiges Mobiliar verbleiben noch in der Delmeschulturnhalle

Vorerst keine Freigabe für den Sportbetrieb

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Im Dezember 2015 bezogen 46 Flüchtlinge die Delmeschulturnhalle. Für die Mahlzeiten und als Aufenthaltsbereich wurde das Kreisjugendzeltplatzgebäude hergerichtet.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Aktuell wohnen bei 46 zur Verfügung stehenden Plätzen nur noch etwa 20 Flüchtlinge in der Delmeschulturnhalle in Harpstedt, und auch sie wird die Samtgemeinde sehr zeitnah dezentral unterbringen. Das heißt aber nicht, dass die Freigabe für den Sportbetrieb in greifbare Nähe gerückt ist.

Zunächst sollen die Betten und das weitere Inventar in der Turnhalle verbleiben. Bis einschließlich der Sommerferien will die Kommune abwarten, wie sich die Zahl der Flüchtlingszuweisungen entwickelt, um im Bedarfsfall wieder schnell auf die Sammelunterkunft zurückgreifen zu können. Erst danach fällt womöglich die Entscheidung, das Gebäude für den Sportbetrieb freizugeben – aber auch nur, wenn nicht aufs Neue eine größere Zahl von Asylsuchenden untergebracht werden muss.

Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse warnt vor allzu großem Optimismus. Im Moment, so räumt er allerdings ein, gebe es kaum noch Neuzuweisungen. Die bis Ende Juli geltende Quote habe die Samtgemeinde Harpstedt schon jetzt erfüllt. „Wir haben damit also unserer Pflicht, eine vorgegebene Zahl von Flüchtlingen aufzunehmen, schon früher Genüge getan.“

Im Hochsommer rechnet Wöbse mit einer neuen Quote. „Wir müssen mal sehen, wie sich die Lage bis dahin entwickelt hat“, sagt er. Da mittelfristig ein neuerlicher Zustrom zumindest im Bereich des Möglichen liegt, vermag der Verwaltungschef derzeit keinen genauen Zeitpunkt für die Freigabe der Delmeschulturnhalle für den Sportbetrieb zu nennen. „Wir bleiben mit dem Gebäude bis nach den Ferien in Bereitschaftsstellung.“

In der kommenden Woche soll über die Hallenzeiten für das kommende Halbjahr gesprochen werden. Die Delmeschulhalle wird in die kurzfristige Planung nicht einbezogen. Seit dem 11. Dezember vergangenen Jahres nutzt die Samtgemeinde sie ununterbrochen für die Unterbringung von Asylsuchenden.

Damals zogen 46 Syrer ein. Als Ess- und Aufenthaltsbereich diente und dient den Flüchtlingen das Kreisjugendzeltplatzgebäude.

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