Geplanter Windpark in der Klein Henstedter Heide

„Von einem Bebauungsplan sind wir noch weit entfernt“

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Bis sich die Räder im geplanten Windpark in der Klein Henstedter Heide drehen, kann es noch dauern. 

Prinzhöfte - Von Alina Pleuß. Bis sich die ersten Räder im geplanten Windpark in der Klein Henstedter Heide drehen, wird voraussichtlich noch einige Zeit vergehen: Noch immer ist die Gemeinde Prinzhöfte mit der Planung keinen Schritt weiter. Im Januar teilte der stellvertretende Bürgermeister Werner Lange mit: „Das glaubt uns zwar kein Mensch, aber es gibt tatsächlich noch gar keinen Plan.“ Grund war zu dem Zeitpunkt die langwierige Kartierung des Rotmilans, die vom Landkreis in Auftrag gegeben wurde. Der Brutverdacht auf der Windparkfläche und im Umfeld konnte jedoch widerlegt werden. Jetzt tun sich andere Hürden auf.

„Von einem Bebauungsplan sind wir noch weit entfernt“, erklärte Lange nun auf Nachfrage. „Wir sind erst noch dabei, die Grundlagen zu sortieren.“ Unterschiedliche Gutachten – darunter auch das über den Rotmilan – liegen nun dem Landkreis und der Naturschutzbehörde vor. „Wir warten noch auf die jeweiligen Stellungnahmen“, so Lange. Das sei eine langwieriger Prozess. Doch danach wisse man, wie mit den Gegebenheiten umzugehen sei. Zu den weiteren Gutachten wollte Lange keine Angaben machen. „Jetzt müssen wir abwarten.“

Hauptinvestor Ekkehard Darge stellt fest: „Der Ball liegt weiterhin bei der Gemeinde.“ Die Frage, ob er als Investor langsam unruhig werde, verneint er. „Irgendwann wird ja auch wieder etwas passieren. Die Gemeinde wird den Bebauungsplan aufstellen. Das geht seinen Gang und da muss man abwarten“, so Darge.

Die Gemeinde hatte bereits Ende 2017 in einem Schreiben an den Landkreis die Absicht bekräftigt, mit der Bauleitplanung vorankommen zu wollen.

Zum Hintergrund: Bereits vor einigen Jahren war klar, dass ein Windpark auf der Fläche zwischen der Autobahn A 1 und der Bundesstraße B 213 errichtet werden soll. Einige Investoren hatten sich dafür zusammengetan. Die geplanten 21 Windkraftanlagen mit einer Höhe von jeweils 200 Metern riefen damals einige Bürger auf den Plan. Ihre Sorgen galten Themen wie Lärm und Schattenwurf als Folge der Windkraftanlagen. Infoveranstaltungen hatten in den Vorjahren für Aufklärung gesorgt.

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