Wenig Resonanz für „Insektopia“-Ausstellung im Hotel „Zur Wasserburg“

Vogelspinnen und Skorpione locken kaum Besucher

Die Harpstedter Danny und Silvana Kühn waren begeistert von der Insektenausstellung. Besonders faszinierend fanden die beiden die Flughunde, die man sonst nur äußerst selten zu Gesicht bekommt. - Fotos: Oetjen

Harpstedt - Von Lea Oetjen. Rund 600 verschiedene Tiere hat der Bremer Schausteller Hendrik Kortekamp am Sonntag mit ins Hotel „Zur Wasserburg“ nach Harpstedt gebracht. Ausgestellt waren Schmetterlinge, allerlei Krabbeltiere, Spinnen und auch Flughunden. An den Erfolg der „Insektopia“ im Jahr 2016 konnte allerdings nicht angeknüpft werden. Die Besucher blieben fern.

Kortekamp leitet den Betrieb bereits seit einiger Zeit. Er stellt Tag für Tag an einem anderen Ort in einer anderen Stadt aus und begeistert die eigentlich zahlreich erscheinenden Besucher. Wieso das Konzept dieses Mal in Harpstedt nicht aufgegangen ist, kann er sich nicht erklären. „Es kann natürlich sein, dass sich die Harpstedter lieber die Trecker bei Landmaschinen Schröder in Wildeshausen anschauen, als meine Insekten“, vermutete der 36-jährige Bremer enttäuscht.

Allerdings zeigten sich Besucher, die gekommen waren, ausnahmslos zufrieden mit der Ausstellung. So auch die Harpstedter Silvana und Danny Kühn. „Ich bin komplett überrascht von den Größen der Tiere – irgendwie habe ich mir zum Beispiel Vogelspinnen immer viel größer vorgestellt“, so Silvana Kühn. Es sei spannend, die verschiedenen Insekten unter anderem im Körperbau zu vergleichen. „Für mich ist es interessant zu sehen, was wir hier in Deutschland für eine Artenvielfalt besitzen“, merkte Danny Kühn an. Zudem freut es ihn, dass er nun zu jeder Art auch ein Bild vor Augen hat.

Ließ sich seine Enttäuschung über die wenigen Besucher seiner interessanten Ausstellung nicht anmerken: Hendrik Kortekamp.

99 Prozent der ausgestellten Tiere stammen übrigens aus dem Ausland und sind selten zu sehen. Sie wurden über mehr als zwei Jahre von einem amerikanischen Präparator gesammelt und entsprechend hergerichtet. Die Ausstellung wird bereits in der dritten Generation gezeigt. Anfangs wurden noch lebendige Tiere mitgenommen, aber das gebe laut Kortekamp heutzutage zu viel Ärger mit Tierschützern.

„Trotzdem sind es natürlich alles echte Tiere – auf natürlichem Wege verstorben“, betont der Bremer Aussteller. Besonders selten sind die Flughunde, Verwandte der Fledermäuse, die man sonst nie zu Gesicht bekommt. Viel Farbe bringen Kortekamps Schmetterlinge in die Ausstellung. „Eine wahre Farbenpracht, sie erstrahlen in ihrem ganzen Glanz“, findet der Inhaber. 120 verschiedene Arten waren in Harpstedt zu sehen – nur ein kleiner Teil der gesamten Ausstellung.

Die Schau war allerdings nicht nur interessant anzusehen, sondern auch lehrreich. „Unsere Zielgruppe sind Kinder ab drei Jahren, die durch uns etwas dazulernen sollen. So wird zum Beispiel erklärt, welches Futter das Tier braucht oder zu welcher Tierart es gehört.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

28. Jugend-Kart-Slalom in Martfeld 

28. Jugend-Kart-Slalom in Martfeld 

jbs-Maisfeldfete in Westeresch - Teil 2

jbs-Maisfeldfete in Westeresch - Teil 2

jbs-Maisfeldfete in Westeresch - Teil 1

jbs-Maisfeldfete in Westeresch - Teil 1

Kunst Kultur Kirchlinteln

Kunst Kultur Kirchlinteln

Meistgelesene Artikel

Polizisten im Hubschrauber mit Laserpointer geblendet

Polizisten im Hubschrauber mit Laserpointer geblendet

Teurer Brandschutz: 600.000 Euro mehr für Umzug der Polizei

Teurer Brandschutz: 600.000 Euro mehr für Umzug der Polizei

Unfall in Dötlingen: 50-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt

Unfall in Dötlingen: 50-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt

Frau verhindert durch Bremsung schweren Verkehrsunfall

Frau verhindert durch Bremsung schweren Verkehrsunfall

Kommentare