Viertes Rott bekommt neuen Anführer: Hellbusch überreicht Fassauer den Spieß

Kassenwart wird Korporal

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Während der alte Korporal Heinz Hellbusch seinem Amtsnachfolger den Spieß überreichte, feierte das vierte Rott der Harpstedter Bürgerschützen seinen neuen Anführer Bernd Fassauer (r., mit Spieß).

Harpstedt - Von Anja Nosthoff. So eine Rottversammlung gibt es nicht alle Tage. Das verkündete Offizier Claus Grote, als sich am Freitagabend die Mitglieder des vierten Rotts der Harpstedter Bürgerschützen in der Harpstedter Gaststätte „Charisma“ eingefunden hatten. „Die letzte war glaube ich vor 25 Jahren. Aber nun, da uns unser Korporal Heinz Hellbusch nach 25 Jahren mitgeteilt hat, dass er sein Amt abgeben möchte, ist es an der Zeit, einen Nachfolger zu wählen.“

Das Offizierskorps, bestehend aus Grote, Heiner Göbberd, Michael Kasch und Ralf Volkmer, hatte im Vorfeld in zahlreichen Gesprächen mit aktiven Schützen bereits einiges an Vorarbeit geleistet. So konnten sie denn auch einen Kandidaten zur Wahl vorschlagen. Schnell stellte sich heraus, dass diesem nicht nur die Offiziere, sondern das gesamte Rott einstimmig das Vertrauen entgegenbrachte, das mitzubringen, was ein Korporal braucht, um ein Rott zu führen. So wurde Bernd Fassauer zum neuen Korporal gewählt und anschließend unter tosendem Applaus gefeiert. Feierlich überreichte Hellbusch seinem Amtsnachfolger den Spieß, den dieser fortan beim „Schiebenscheeten“ vor seinem Rott hertragen wird.

Fassauer hatte bisher im vierten Rott das Amt des Kassenwarts inne gehabt. So war er bereits seit mehr als zehn Jahren darin aktiv, die Finanzen zu verwalten, um „immer genug Geld zum Feiern zusammen zu kriegen“, wie er es selbst humorvoll beschrieb. Fassauer, der an der Heinrich-Böll-Straße wohnt, betonte, dass auch Familie und Nachbarn ihn im neuen Amt als Korporal unterstützen würden. Die Wiese an der Spielstraße eigne sich außerdem hervorragend dafür, dass der stellvertretende Korporal und Rekrutenausbilder Günter Lorenz sich dort mit seinen Zöglingen austobe.

Fassauer zollte auch seinem Vorgänger hohen Respekt. Gemeinsam mit den Offizieren und anderen Aktiven sei Fassauer sich in Vorgesprächen im Falle einer Wahl einig gewesen, dass die Arbeit und Organisation, die Hellbusch in der Vergangenheit oft und vorbildlich alleine geschultert habe, nun auf mehrere breite Schultern verteilt werde.

Gerne ließ er sich versprechen, von Hellbusch während der Anfangsphase seiner Amtszeit noch die eine oder andere Unterweisung zu bekommen. In Richtung von Hellbusch und den Offizieren merkte er scherzhaft an: „Ihr werdet mich schon zusammenhusten, bis es irgendwann passt.“ Gleichzeitig hatte Fassauer bereits ein großes Ziel vor Augen: „Das wäre doch was, wenn unser Rott nächstes Jahr auch mal wieder einen König stellt.“ Er selbst werde sich nun als Anwärter jedoch zurückhalten.

Zum neuen Kassenwart wählte die Versammlung Hermann Lübbers, der Stefan Meißner als Stellvertreter an die Seite bekam. Auch die Posten der „Utschenker“ mussten neu besetzt werden. „Unsere weltbesten Utschenker Wolfgang ‚Panzer‘ Müller und Wilfried ‚Bur‘ Wessel sind nun auch schon seit mehr als 25 Jahren dabei“, erklärte Fassauer. Mit Hellbuschs Rücktritt hätten auch „Panzer“ und „Bur“ erklärt, dass es nun „gut gewesen“ sei. Als neues Utschenker-Team rücken nun Jens Neumann und Björn „Ziege“ Sienknecht nach. „‚Panzer‘ und ‚Bur‘ haben euch sogar einen individuellen Lehrgang versprochen“, versicherte Fassauer den beiden neuen Amtsinhabern.

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