Viel Holz und innovative Heizungstechnik

Inkoop- und Aldi-Markt in Harpstedt nehmen langsam Gestalt an

Harpstedt – Auf der Großbaustelle am Harpstedter Ortsausgang herrscht Hochbetrieb. Von Tag zu Tag wächst der Neubau von Inkoop und Aldi. An der Wildeshauser Straße zeichnen sich die Dimensionen der beiden neuen Verbrauchermärkte immer deutlicher ab.

Inkoop-Geschäftsführer Bernd Oetken ist mit dem Stand der Bauarbeiten zufrieden. 

Wenn alles nach Plan läuft, können die Kunden bereits ihren Ostereinkauf dort erledigen. In Kürze soll die Eindeckung des Aldi-Marktes beginnen. Inkoop folgt etwas später. Dort werden gegenwärtig die Innenwände aufgestellt.

Bei einem Rundgang über die Baustelle gibt Inkoop-Geschäftsführer Bernd Oetken einen Überblick über den Stand der Bauarbeiten und gewährt einen Blick hinter die zukünftigen Kulissen der beiden Märkte. „Das wird ein Einkaufszentrum einer ganz neuen Generation. So etwas haben wir noch nie gebaut“, schwärmt Oetken. Bei den Materialien setzt das Unternehmen auf Holz. Sowohl die Wände – mit Ausnahme der Brandschutzmauern – als auch die Dachträger sind aus dem natürlichen Rohstoff. „Holz ist optimal bezüglich der Nachhaltigkeit und Wärmedämmung“, erklärt der Inkoop-Geschäftsführer. Außerdem schaffe es ein einladendes Ambiente. Das viele Holz mache zusammen mit den großen Fensterflächen nach der Fertigstellung den wesentlichen Charakter der beiden Märkte aus. Sie würden sich damit gut in das Bild des ländlich geprägten Ortes einfügen, ist Oetken überzeugt.

Heizen mit der Abwärme der Kühlanlagen

Bei der Heizung setzt Inkoop auf innovative Technik. Betonkernaktivierung nennt sich das Prinzip. Anhand von roten, unscheinbaren Schläuchen, die im Betonboden des Rohbaus verschwinden, erläutert Oetken das Prinzip. „Wir heizen den Markt ausschließlich über die Abwärme unserer Kühlanlagen.“ Wie bei einer Fußbodenheizung sind die von der Abwärme gespeisten Schläuche im gesamten Betonboden verlegt. „Das reicht für die Grundlast. Etwaige Spitzen werden durch eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach abgedeckt“, verdeutlicht der Geschäftsführer. Diese Technik eigne sich perfekt, weil die Kühlanlagen durchgehend, 365 Tage im Jahr laufen müssten.

Große Glasflächen werden das Erscheinungsbild der Märkte bestimmen.

Trotz großzügiger Verglasung angenehm kühl

Trotz der großzügigen Verglasung werde es auch im Sommer angenehm kühl in beiden Märkten bleiben. „Selbst ohne Klimaanlage wird die Temperatur aufgrund der guten Dämmung konstant bei 18 bis 20 Grad liegen“, verspricht Oetken.

Nicht nur gegen Kälte und Wärme, auch gegen Starkregen müssen die Märkte gerüstet sein. Damit auch große Wassermengen kontrolliert abfließen können, entsteht unter dem Parkplatz ein riesiges Wasserreservoir, das den Niederschlag aufnimmt und die Abgabe ins Kanalsystem somit puffert. Genaue Zahlen zum Fassungsvermögen hat Oetken nicht, dafür einen anschaulichen Vergleich. „Das ist ein zweites Freibad“, schildert er.

Zufrieden mit dem Stand der Bauarbeiten

Um die Lärmbelastung für die Nachbarn möglichst gering zu halten, entstehe die Anlieferung auf der Bebauung abgewandten Seite. Mit dem Stand der Bauarbeiten ist der Geschäftsführer zufrieden. „Wir liegen im Zeitplan“, sagt er. Anfang September werde der Richtkranz über der Baustelle wehen und bis zum Oktober sollen beide Märkte dicht sein, sodass im Innenbereich die Fliesenarbeiten beginnen können.

Der Aldi-Markt wird demnächst eingedeckt.

Nach der Fertigstellung bieten beide Märkte ihren Kunden deutlich mehr Platz als am bisherigen Standort am Junkernkamp. Inkoop legt um rund 700 auf etwa 1 800 Quadratmeter Verkaufsfläche zu – Aldi wächst um 340 auf 1 050 Quadratmeter. Insgesamt wächst die überdachte Fläche um rund 50 Prozent. Als Gesamtbauherr baut Inkoop Aldi mit, um die Immobilie anschließend an den Discounter zu vermieten. Die Postagentur zieht ebenfalls mit den beiden Supermärkten an die Wildeshauser Straße. Am neuen Standort dürfen sich die Kunden auf einen Blumenladen, eine Verkaufsstelle für Zeitschriften und Tabakwaren sowie einen Backshop mit Innen- und großem überdachte Außenbereich freuen. Der wird zukünftig allerdings von der Bäckerei Weymann aus Twistringen geführt. Großzügige Auto- und überdachte Fahrradparkplätze runden das Angebot ab. Weil die Expansionsmöglichkeiten am alten Standort ausgeschöpft waren, entstanden im Jahr 2013 erste Ideen zu einem Neubau. „Viel Zeit hat der Vorlauf durch die politischen Gremien in Anspruch genommen“, blickt Oetken zurück. Das meiste ist nun geschafft: In acht Monaten könnten sich die Türen beider Verbrauchermärkte für die Kunden öffnen.

Rubriklistenbild: © Leif Rullhusen

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