Zweierlei Sammelaktionen der Schießsportkameradschaft

Viel Altmetall, aber wenig Müll

Über eine überdurchschnittliche Altmetallausbeute freute sich die Schießsportkameradschaft Harpstedt mit ihrem Vorsitzenden Peter Rehberg (3.v.r.).
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Über eine überdurchschnittliche Altmetallausbeute freute sich die Schießsportkameradschaft Harpstedt mit ihrem Vorsitzenden Peter Rehberg (3.v.r.).

Harpstedt – Wer schon immer mal wissen wollte, was sich hinter dem großen blickdichten Tor neben der Schießhalle am Koems in Harpstedt befindet, hätte es am Sonnabend herausfinden können. Die Antwort ist so banal wie wertvoll für die Schießsportkameradschaft (SSK) Harpstedt: Dort findet man nichts als Schrott.

„Wir sind froh darüber, dass uns die Gemeinde Harpstedt die Möglichkeit bietet, hier Altmetall zu sammeln“, sagte der Vorsitzende der SSK, Peter Rehberg, am späten Samstagvormittag. Gemeinsam mit elf weiteren ehrenamtlichen Helfern nahm er drei Stunden lang jede Menge Altmetall an.

Ob alte Edelstahlgrills, ausgediente Waschmaschinen oder Garagentore – die Harpstedter kamen in kurzen Abständen auf das Koems-Gelände und lieferten mit Anhängern und Transportern ab, was irgendwie nach Metall aussah.

Da musste sogar der Enkel des Vorsitzenden, Jan, mit anpacken. Ein Team war unterwegs und holte auf Anforderung dort das Metall ab, wo keine eigene Transportmöglichkeit bestand.

Eigentlich war die Aktion schon für März geplant gewesen, doch im Frühjahr kam Corona dazwischen, und der Verein sagte die Sammlung ab. Umso mehr Schrott kam bis zum Sommer zusammen.

Ein 38 Kubikmeter fassender Container war schnell voll. „Wir müssen beim Schrotthändler Petko in Wildeshausen tatsächlich einen zweiten anfordern“, berichtete Rehberg. Der Erlös aus dem Altmetallverkauf soll in den Schießstand investiert werden. Was genau repariert oder angeschafft wird, stehe allerdings noch nicht fest, so der Vereinschef.

Regelmäßig verbindet die Schießsportkameradschaft die Schrottsammlung mit der Aktion „Saubere Landschaft“ und durchforstet das Gebiet um den Koems nach Müll. „In diesem Jahr fanden wir weitaus weniger“, verriet Anke Rehberg.

Leere Flaschen und Flachmänner mussten die Müllsammler diesmal kaum auflesen. Das habe wohl daran gelegen, dass so viele Kohlfahrten ausgefallen sind, mutmaßte die Verpflegungsoffizierin, bevor sie den Rest der Truppe zum verdienten Frühstück rief.  hri

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