Veterinäramt hebt Sperrgebiet mit Wirkung vom heutigen Sonnabend wieder auf

Faulbrut in Kooperation mit Imkern bekämpft

Horstedt - Als im Frühjahr die Amerikanische Faulbrut in mehreren Bienenvölkern Horstedter Imker auftrat, musste das Kreisveterinäramt ein Sperrgebiet mit zwei Kilometern Radius anordnen. Damit einher gingen Auflagen und auch ein Verbot, den Standort der Bienenvölker innerhalb dieses Areals zu verändern. Nachdem im Herbst im Zuge von „Aufhebungsuntersuchungen“ kein Befall mit Erregern der Seuche mehr festgestellt wurde, hat das Veterinär-amt nun die Schutzmaßnahmen wieder außer Kraft gesetzt: Vom heutigen Tag an ist das Sperrgebiet offiziell aufgehoben.

Die genaue Ursache für das Auftreten der Amerikanischen Faulbrut ließ sich nach Angaben des zuständigen Amtstierarztes Dr. Gero Leiner nicht feststellen. Für den Befall kämen ganz unterschiedliche Auslöser in Betracht, etwa Honigimporte, die Einfuhr lebender Bienen oder die Verwendung von mit Keimen behafteten Imkereizubehörs. Die Erreger seien teils auch in der Umwelt verbreitet.

Die Keime befallen die Brut in den verdeckelten Waben. Die Nachzucht stirbt noch in der Brutzelle. Als Folge davon kann sich das Bienenvolk kaum oder gar nicht mehr vermehren. „Es wird immer schwächer, bis es schließlich abstirbt“, erläutert Leiner. Nachbarvölker könnten infiziert werden; daher sei die Anordnung des Sperrgebietes und damit verbundener Schutzmaßnahmen per tierseuchenbehördlicher Allgemeinverfügung vom 7. April nötig gewesen.

Mehrere betroffene Bienenvölker seien seither „saniert“ und in neue gereinigte und desinfizierte Behausungen umgesiedelt worden. Die alten Behausungen mussten „unschädlich beseitigt“ oder konnten gesäubert, von Keimen befreit und anschließend wieder verwendet werden. „Sanierung“ kann, wie Leiner nicht verschweigt, zweierlei bedeuten: Entweder wird das befallene Volk behandelt oder aber das Leiden der vom Absterben bedrohten Bienen durch Tötung verringert. Das Kreisveterinäramt habe die Seuche in Zusammenarbeit mit den Imkern erfolgreich bekämpft. „Das hat sehr gut geklappt. Dafür, dass uns die Imkerschaft so hilfreich zur Seite stand, gebührt ihr ein Dankeschön“, betont Dr. Gero Leiner.

boh

Rubriklistenbild: © dpa

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