Verurteilung wegen diverser Delikte

Angeklagter zeigt tiefe Reue

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Mediengruppe Kreiszeitung

Prinzhöfte/Wildeshausen - „Aus Fehlern lernt man“, mit diesen finalen Worten zeigte ein reuiger Angeklagter, der am Dienstag wegen diverser Delikte vor dem Amtsgericht in Wildeshausen stand, seine Einsicht. Im Mai 2015 soll der 51-jährige Wildeshauser zwei Angestellte einer Speditionsfirma in Prinzhöfte tätlich angegriffen, sie bedroht und einen Computer sowie ein Telefon durch seinen Wutausbruch zerstört haben. Damit aber noch nicht genug: Ein paar Tage später hatte er bei der Polizei angezeigt, eines seiner Opfer habe ihn mit einem Stock verletzt. Das stimmte aber gar nicht: Auch wegen dieser Vortäuschung falscher Tatsachen musste sich der Mann vor Gericht verantworten.

Zum Tathergang: Der Angeklagte wollte von dem 39-jährigen Angestellten der Speditionsfirma eine Arbeitsbescheinigung erhalten. Dieser soll sie ihm aber wiederholt verweigert haben – sehr zum Missfallen des 51-Jährigen. Am 13. Mai 2015 sei ihm dann der Kragen geplatzt. Laut Anklage ist er in das Büro der Speditionsfirma gestürmt und hat das Opfer mehrmals geschlagen. Der 39-Jährige wurde so schwer am Kopf verletzt, dass er mehrere Tage unter Schmerzen litt.

Anders stellte es der Angeklagte dar. Er habe den Kopf des Mannes lediglich zweimal auf den Tisch gedrückt. Die Zeugen widersprachen dem aber vehement. Es sei zu richtigen Schlägen gekommen.

Dann hatte der Angreifer einen Tisch so angehoben, dass ein Computermonitor und ein Telefon beschädigt wurden. „Ich mache euch alle weg“, hatte der Angeklagte gedroht. Er kenne Leute für so etwas. Eine Angestellte, die am Dienstag als Zeugin geladen war, war damals dazugekommen und hatte ihm den Weg versperrt. Sie soll der 51-Jährige zur Seite geschubst haben, um zu flüchten.

Der Angeklagte zeigte bereits kurz nach der Tat Reue. Er hatte sich bei den Opfern entschuldigt. Auch am Dienstag beteuerte er, wie Leid ihm das alles tue. An den genauen Hergang könne er sich nicht mehr erinnern. Über die falsche Anzeige sagte er, er wollte sich an dem 51-Jährigen rächen, da dieser ihm wegen der Bescheinigung immer hingehalten hätte. Es sei öfters zu gegenseitigen Bedrohungen gekommen, so der Wildeshauser. Staatsanwalt und Richterin waren von der Körperverletzung überzeugt. So wurde der 51-Jährige zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt. Ohne Widerspruch nahm der Angeklagte die Strafe an.

fio

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