„Verschenkestübchen“

Mutmaßliche Geschäftemacherei ärgert die Ehrenamtlichen

Das ehrenamtliche Verschenketeam: Gaby Otto, Michael Busch, Irmtraud Keppler, Karin Sudmann (von links) und Katja Schenkel (nicht im Bild).
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Das ehrenamtliche Verschenketeam: Gaby Otto, Michael Busch, Irmtraud Keppler, Karin Sudmann (von links) und Katja Schenkel (nicht im Bild).

Harpstedt – Das im März auf dem Harpstedter Windmühlen-Anwesen eröffnete „Verschenkestübchen Geben und Nehmen“ kommt gut an, ist aber immer noch zu wenig bekannt. Eine unschöne Begleiterscheinung ärgert und empört indes das ehrenamtliche Verschenketeam: Zu Verschenkendes wird offenkundig teilweise als Second-Hand-Ware auf Flohmärkten „versilbert“. Beobachtetes auffälliges Verhalten vereinzelter „Kunden“, die ganz gezielt und im größeren Stil Dinge mitnehmen, nährt diesen Verdacht.

„Es wäre schade, wenn das Stübchen irgendwann als Konsequenz aus einem solchen Verhalten nur noch zu sehr begrenzten Öffnungszeiten zugänglich sein könnte. Die Gegenstände dort sind für den privaten Gebrauch gedacht“, mahnen und warnen die Ehrenamtlichen.

„Immer hilfs- und ansprechbereit“

Dank zollen die indes Müller Helmut Nienaber für seine Gastfreundschaft und Unterstützung. „Er öffnet und schließt nicht nur das Stübchen, sondern ist auch immer hilfs- und ansprechbereit. Mal leiht er ein Werkzeug aus, mal hilft er bei der Müllentsorgung. Dann wieder hat er Einrichtungsgegenstände, die im Stübchen gut gebraucht werden können“, berichtet Irmtraud Keppler aus dem Kreis der Ehrenamtlichen. Auch die Unterstützung seitens des an der Mullstraße in Harpstedt angesiedelten Wohnheims der Diakonie Himmelsthür verdiene Lob und Anerkennung: „An einem Wochentag kommen Mitarbeiter und Bewohner, um gemeinsam an der Mühle aufzuräumen“, so Keppler. Das Verschenketeam freue sich zudem über „die ständig steigende Zahl der Besucher“, die „Dinge vorbeibringen“ oder Ausschau nach Sachen hielten, die sie selbst „gut gebrauchen können“. Genau das sei ja der Sinn des „Stübchens“.

Anfang November will das Verschenketeam die im Laufe des Jahres gesammelte und gelagerte Weihnachtsdeko auspacken.

Noch zu wenig bekannt

Die Ehrenamtlichen wünschen sich einen noch höheren Bekanntheitsgrad für das „Stübchen“ und ermuntern dazu, weiter Werbung dafür zu machen. „Uns überrascht es durchaus, wie oft wir hören, man habe erst vor Kurzem von dem Stübchen erfahren“, sagt Irmtraud Keppler. „Melden Sie sich ruhig, wenn Sie regelmäßig oder auch mal als Urlaubs- und Krankheitsvertretung einen ,Dienst’ übernehmen wollen!“, appelliert sie an die Mitbürgerinnen und Mitbürger. „Das bedeutet, an einem Wochentag für eine bis anderthalb Stunden aufzuräumen und durchzufegen“, fügt sie hinzu.

Das Verschenketeam ist unter Tel.: 04244/966 130 (Gaby Otto) oder aber per E-Mail an i.keppler@gmx.de zu erreichen. Die Öffnungszeiten des „Verschenkestübchens Geben und Nehmen“: unter der Woche von 8 bis 18 Uhr und an Sonnabenden von 8 bis 13 Uhr.

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