Unwiderstehliche Kombination: Scheunenmarkt und Tannen aus der Schonung

Fast jeder will „Nordmann“

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Weihnachtlich verkleidet kommt die Stute „Golden Girl“ daher.

Wohlde - Von Jürgen Bohlken. „Es ist ein gutes Apfeljahr gewesen“, urteilt Heike Deemter, die mit Sohn Loek und ihrem Mann Frits Flammkuchen auf dem Hof Witte kredenzt. Den Teig „veredelt“ das Trio mit Schmand, Zwiebeln, Stücken von Winteräpfeln aus dem eigenen Barjenbrucher „Essgarten“ sowie Speck. Vegetarischen Kunden mundet die specklose Variante genauso gut. Das Hofgelände füllt sich von Stunde zu Stunde zusehends. Für die Familie Witte scheint es „ein gutes Tannenbaum-Jahr“ zu werden.

Wie gut? Verkaufszahlen behält Jens Witte für sich. Doch der Kunden-Ansturm lässt keinen Zweifel daran, dass die unwiderstehliche Kombination aus Weihnachtsbaumverkauf und Scheunenmarkt als Erfolgsrezept abermals aufgeht.

Baum aussuchen, einnetzen lassen, zahlen, wieder gehen – so unromantisch und fast routinemäßig läuft‘s an vielen Verkaufsstellen. Auf dem Hof Witte gesellt sich echter Erlebniswert hinzu. Den Baum können sich die Kunden direkt in der Schonung aussuchen und, wenn gewünscht, auch selbst absägen. Viele gehen nicht, ohne einen Glühwein oder Kinderpunsch genossen und einen Blick in die Scheune geworfen zu haben, wo es nach Knipp, Wildschweinbratwurst und Nudelpfanne duftet, wo Deko, Schmuck, Gewürze und anderes mehr die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Erlebniswert – den gibt‘s besonders für Kinder, etwa beim Ponyreiten, bei einer Schatzsuche im Stroh oder beim Streicheln von Ziegen, Kaninchen und Meerschweinchen. Mitten im Streichelzoo sorgt gelegentlich Gisela Gutsche für das eine oder andere willkommene „Intermezzo“. In der Rolle der „Märchentante“ erzählt sie vor jungem Publikum Geschichten – zumeist mit weihnachtlichem Touch. Der Weihnachtsmann lässt sich nicht nur einmal blicken. Er überrascht die Kinder immer mal wieder mit kleinen „Bescherungen“.

Was die Weihnachtsbäume angeht, so bietet Witte durchaus Auswahl. Auch Colorado-Tanne, Rot- oder Blaufichte umfasst das Angebot. Doch der Favorit ist seit Jahren der gleiche: Fast jeder will „Nordmann“. „95 Prozent mindestens, wahrscheinlich sogar 98“, schätzt Jens Witte. Er gesteht, auch er habe zu Weihnachten eine Nordmann-Tanne in seinem Wohnzimmer stehen.

Weitere Gelegenheit gibt es übrigens noch, den Scheunenmarkt zu besuchen, entweder heute oder aber am Sonnabend, 19. Dezember, zwischen 10 und 17 Uhr.

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