Politik steht voll dahinter

„Grünes Licht“ für das Jugendparlament

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Sie haben das Jugendparlament gemeinsam angeschoben, zeigten sich angetan von der breiten Unterstützung aus der Politik und hoffen nun auf einen guten Start: Franja Althausen, Rasmus Bisanz, Isabel Strupat und Daniel Helms (von links).

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Dem Nachwuchs eine eigene parlamentarische Plattform zugestehen – Bemühungen in diese Richtung gab’s auch in der Samtgemeinde Harpstedt schon. Nur ist nie etwas daraus geworden. Jugendliche aus Harpstedt, die im Juni aufs Neue ein Jugendparlament (JuPa) beantragt haben, geht es um die Sache selbst. Nämlich um die politische Mitwirkung und nicht – wie in der Vergangenheit – nur um die Erfüllung eines ganz konkreten Wunsches. Von daher steht das JuPa diesmal unter guten Vorzeichen.

Vor diesem Hintergrund zeigte sich der Schul- und Sozialausschuss am Donnerstag im Gasthaus Wülfers in Groß Ippener ausgesprochen angetan von der Initiative der vier jungen Harpstedter Franja Althausen (16), Isabel Strupat (15), Rasmus Bisanz (16) und Daniel Helms (20): Nachdem sie ihren im Juni gestellten JuPa-Antrag mit Erläuterungen unterfüttert hatten, gab die Politik „grünes Licht“ und sicherte einvernehmlich volle Unterstützung zu. Der Ausschussvorsitzende Hermann Schnakenberg (SPD) sprach von einem „spannenden neuen Kapitel“ in der Samtgemeinde. Irene Kolb (Grüne) urteilte über die JuPa-Initiative, sie sei große Klasse. „Das klingt vielversprechend“, meinte ihr Fraktionskollege Uwe Cordes. Hartmut Post (CDU) machte den Jugendlichen Hoffnungen, dass sie gewiss auch für Anliegen Gehör fänden, die an die Adresse der Mitgliedskommunen gerichtet sind.

Junge Menschen, insbesondere diejenigen, die noch nicht wählen dürfen, sollen in kommunalen Belangen mitreden und eigene Anregungen und Belange einbringen können. Diesem Ziel dient das JuPa. „Wir glauben, dass Kinder und Jugendliche etwas andere Prioritäten setzen als Erwachsene. Es könnte für die Politik sicher interessant sein, sich die Wünsche unserer Generation anzuhören“, erläuterte Franja Althausen im Fachausschuss.

Daniel Helms hatte mithilfe von Saskia Kamp (SPD) den Kontakt zu den jüngeren JuPa-Initiatoren angebahnt. Er fand deren Idee gut und erklärte sich bereit, Anschubhilfe zu leisten. Um die 30 Jugendliche, so vernahm der Ausschuss, hätten Interesse an einer Mitwirkung im Jugendparlament. Wahrscheinlich noch in diesem Monat bekommt die Schülerschaft der Oberschule das JuPa im Rahmen eines Info-Tages vorgestellt. Wesentliche Informationen werden in einem Flyer zusammengetragen. Was die Druckkosten angeht, so wäre eine finanzielle Unterstützung durch die Samtgemeinde zu begrüßen, äußerte sich Oberschullehrerin Edyta Brümmer. Dieser Wunsch geht – so viel ist schon sicher – in Erfüllung.

Geschäftsordnung liegt schon vor

Die Geschäftsordnung liegt bereits vor. Im JuPa sollen in der Samtgemeinde wohnhafte Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 22 Jahren volles Rede- und Stimmrecht bekommen. Die Sitzungen sind öffentlich. Sie zu leiten, obliegt dem (oder der) Vorsitzenden. Der insgesamt vierköpfige Vorstand soll, was die Wohnorte der Funktionsträger angeht, „breit gefächert“ sein. Die Tagesordnungen müssen jeweils bis spätestens drei Tage vor einem Sitzungstermin per E-Mail an die JuPa-Teilnehmer versandt sein. Letztere müssen sich zuvor in eine Liste eintragen lassen. „Wir haben uns beim Erarbeiten der Geschäftsordnung an den Wildeshausern orientiert. Das Jugendparlament dort läuft seit einigen Jahren recht gut.“, erläuterte Daniel Helms auf eine Anfrage von Irene Kolb. Das Höchstalter von 22 Jahren sei „relativ willkürlich“ festgelegt worden, räumte er ein.

„Wir erhoffen uns, dass ihr durchhaltet, dass die Lust darauf bleibt und dass ihr uns mit eurem Engagement und Enthusiasmus ansteckt“, sagte Saskia Kamp (SPD) zu den JuPa-Initiatoren. „Für uns als Fachausschuss kann es nur hilfreich sein, wenn wir einen noch kürzeren Draht zur Jugend haben.“ Kamp begrüßte ausdrücklich die schulseitige Unterstützung.

Auch die Grundschule will keineswegs „außen vor“ bleiben. Sie sähe, wie ihr Rektor Ufke Janssen bekräftigte, gern eine Verknüpfung mit ihrem Schülerrat.

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