„Ehemalige“ erinnern sich an ihre Schulzeit in Harpstedt

Von „Unterrichtsmusik“ und ausgebüxten Schlangen

Vor dem Harpstedter Hotel „Zur Wasserburg“ ließen sich die „Ehemaligen“ für ein Erinnerungsfoto ablichten. Sie waren 1946 in Harpstedt eingeschult worden. Erika Hormann (vorn links) hatte das Klassentreffen organisiert; es war schon das dreizehnte. Foto: Rinne

Harpstedt – Aus Ingelheim am Rhein reiste Inge Brunzlow an. Mit 450 Kilometern hatte sie den weitesten Weg zurückgelegt. Die seit Langem in Rheinland-Pfalz beheimatete Seniorin, die ihren heutigen Ehemann einst in Harpstedt auf einer Hochzeitsfeier kennengelernt hatte, zählte am Sonnabend während eines Klassentreffens zu einer Gruppe von Absolventen der Volksschule Harpstedt aus dem Einschulungsjahrgang 1946. Dort, wo heute die Grundschulturnhalle steht, waren die damaligen Kinder anfangs in einer Baracke unterrichtet worden, bis der Schulneubau stand.

Das Wiedersehen in Harpstedt bot eine willkommene Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen in Erinnerungen zu schwelgen. So manche Anekdote, die noch im Gedächtnis haftete, machte die Runde.

Erika Hormann hatte das Klassentreffen organisiert. Der Harpstedterin fielen auf Anhieb gleich zwei lustige Begebenheiten aus der Schulzeit ein: Der damalige Rektor Günter Knappmeier habe sich eines Tages überrascht darüber gezeigt, dass Schüler aus seiner sonst ruhigen Klasse die Bänke verließen und überall im Klassenzimmer Blechtassen aufstellten. Dann habe er den einsetzenden und in den Raum eindringenden Regen bemerkt. „Unterrichtsmusik“ nannte er nach Angaben von Erika Hormann fortan das blecherne Geräusch, das jeder Wassertropfen beim Auftreffen auf die Becher erzeugte. Ein anderes Mal hätten aus einem Terrarium entflohene Schlangen in der Schule für helle Aufregung gesorgt. Die Reptilien seien übrigens nie wieder aufgetaucht. Offenbar seien sie durch die Löcher im Bretterboden entschlüpft, vermutete Erika Hormann.

Nach der ersten Wiedersehensfreude hatten die Senioren ein strammes Programm zu absolvieren. „Wir werden mit einem Kremser quer durch die Samtgemeinde Harpstedt fahren und danach gemeinsam essen“, verriet Erika Hormann. Das abschließende gesellige Beisammensein im Hotel „Zur Wasserburg“ währte bis 21.30 Uhr.

Es war übrigens schon das 13. Klassentreffen des Nachkriegsjahrgangs; weitere sollen folgen.  hri

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