13. Kunst- und Handwerkermarkt in Harpstedt mit gutem Zulauf / Vielfältiges Angebot

Die „Unglückszahl“ schadet dem Markt überhaupt nicht

Kennen sich seit vielen Jahren: Markt-Organisatorin Bettina Brinkmann und Imker Hein Wenke aus Stiftenhöfte. Seit 13 Jahren richtet die Harpstedterin die Veranstaltung aus, seit sieben Jahren ist der Bienenzüchter dabei. In diesem Jahr allerdings zum letzten Mal. - Fotos: fra

Harpstedt - Bereits in der Ankündigung zum Kunst- und Handwerkermarkt in Harpstedt hatte sich Veranstalterin Bettina Brinkmann als nicht abergläubisch erwiesen. Und siehe da: Die „13“ brachte ihr, den Ausstellern und somit den Gästen am Sonntag sogar richtig Glück. „Das Wetter ist so gut wie nie“, freute sich die Organisatorin.

Denn in den vergangenen Jahren sei es durchaus stürmischer gewesen. Davon hätten sich die Besucher aber nie abhalten lassen – rund 1 500 Gäste, so schätzte Brinkmann, hätten die Veranstaltung stets besucht. Und mit so viel Publikum rechne sie auch in diesem Jahr wieder. Bereits zur Mittagszeit tummelten sich Besucher aus Nah und Fern auf dem Hof am Harpstedter Ortsrand. Während sie von der Veranstaltung berichtete, mischte sich leichter Glühweinduft von der gut besuchten „Bar“ mit dem Geruch frisch gegrillter Wildschweinbratwurst von einem nahen Stand. „Das ist hier so etwas wie ein Opening für die Weihnachtsmarktsaison“, sagte sie sie einem Lächeln.

Begonnen hatte das Ganze einmal recht bescheiden im Jahr 2005, als sie sich als Tischlerin selbstständig machte. „Da standen wir hier zu dritt“, erinnerte sie sich. Im Laufe der Zeit hätten sich stets neue Aussteller dazugesellt: „Es wurden über die Jahre immer mehr.“ Etwas mehr als 30 sind es denn auch bei der 13. Auflage. „Es gibt ein paar ,Feste‘, die kommen jedes Jahr hier her.“ Was für Viele interessant ist: Es gibt die Möglichkeit im Freien, aber auch in den Gebäuden auszustellen. Und dort findet sich so einiges: Bekleidung verschiedenster Art, Papierwaren, Naturkost, Kunsthandwerk, auch eine Bäckerei lockte mit frischer Ware Kunden an. Viele der Anbieter stammten aus der näheren oder weiteren Umgebung Harpstedts, manche sogar aus der Nähe von Frankfurt.

Gleich von „Nebenan“ sind Günter Rohlfs, Britta Haack und Pia Hillmann vom Hegering Harpstedt. Die drei Jäger betreuten das Infomobil der Kreisjägerschaft. Anhand ausgestopfter Exponate erklärten sie kleinen wie großen Besuchern die heimische Tierwelt. „Viele wollen wissen, welches Tier sie in ihrem Garten gesehen haben“, berichtete Haack. Das Wissen darum nehme allgemein ab. Die Waidleute müssen dann als Experten kompetent aushelfen. Ein langjähriger Aussteller ist Imker Hein Wenke aus Stiftenhöfte. Doch für ihn war es das letzte Jahr als Aussteller: „Ich bin 70 Jahre alt, mein Geschäft läuft aus“, sagte er, „aber das ist schon gut so“. Sein Laden führe er noch eine Weile weiter, doch dann sei Schluss – es gebe keine Nachfolger mehr. Direkt neben seinem Stand hatten sich Sonja und Heiner Kieselhorst postiert. Sie züchten in Groß Ippener Wasserbüffel und boten an diesem Tag verschiedene Produkte aus Büffelfleisch an. „Das ist hier nicht wie auf anderen Märkten“, sagten sie. „Die Leute sind aufgeschlossener, bleiben öfter stehen und probieren die Ware“, berichtet Heiner Kieselhorst. „Das ist ein schöner Markt“, stimmte ihm seine Frau Sonja spontan zu. J fra

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