...und im IV. Rott: Kim Decker „beerbt“ Laura Rohlfs als Kinderschützenkönigin in Harpstedt / Heute feiern die „Großen“

Regentschaft bleibt in weiblicher Hand...

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Nach der Krönung auf dem Harpstedter Kinderschützenfest – von links: Ehrendame Anna Landsberg, die neue Kinderschützenkönigin Kim Decker, ihr Prinzgemahl Lasse Niemann, Ehrendame Kiara Zabel und der stellvertretende Bürgermeister des Fleckens Harpstedt, Stefan Wachholder.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. 280 ausmarschierende Kinder, 374 sich auf dem Koems-Spieleparcours amüsierende Jungen und Mädchen sowie ein recht gnädiger Wettergott haben dem Harpstedter Kinderschützenfest gestern zum Erfolg verholfen. Am Ende überstrahlte ein elfjähriges Mädchen alle: Kim Decker von der Nordstraße, Schülerin in der R5b der Haupt- und Realschule Harpstedt und passionierte Jazz-Tänzerin, stach im Kinderkönigsschießen 36 Mitbewerber aus. Damit stand fest: Die Regentschaft bleibt nicht nur ein Jahr länger in weiblicher Hand, sondern auch im IV. Rott.

Die bisherige Kinderschützenkönigin Laura Rohlfs habe es besonders gefallen, von Klaus Corleis mit „Eure Majestät“ angesprochen zu werden, verriet der stellvertretende Fleckenbürgermeister Stefan Wachholder, ehe er am Abend auf dem Krönungsplatz beim Koems-Saal zur Krönung der neuen Majestät schritt. Als Prinzgemahl begleitet Lasse Niemann Kim Decker durchs Regentschaftsjahr. Als Ehrendamen stehen ihr Anna Landsberg und Kiara Zabel zur Seite.

Von den 37 Königsaspiranten waren sechs ins Umschießen gekommen. Nach dem ersten Stechen blieben drei übrig; im zweiten strich Jannis Hannekum (III. Rott) die Segel; im dritten schoss Kim Decker eine Neun, und ihre einzige verbliebene Konkurrentin Theresa Eiskamp (IV. Rott) musste sich mit acht Ringen knapp geschlagen geben.

In den Schießwettbewerben um die Jahrgangsbesten-Trophäen gab es sowohl glatte Durchmärsche als auch hart umkämpfte Entscheidungen. Bei den Acht- und Neunjährigen bezwang Fiona Wachholder (I. Rott) auf Anhieb mit 29 Ringen alle 15 Mitbewerber. Bei den Zehn- und Elfjährigen kamen zwei von 24 Schützen ins Umschießen: Im ersten Stechen schoss Lukas Wolle (III. Rott) eine Neun. Anna Landsberg (III. Rott) unterlag mit einer Acht. Bei den Zwölf- und 13-Jährigen verglichen sich 20 Teilnehmer. Zwei kamen ins Stechen. Nach nur einem Umschießen durfte Theresa Eiskamp (IV. Rott) jubeln – dank einer geschossenen Zehn. Elias Landsberg (III. Rott) hatten neun Ringe nicht zum Sieg gereicht. Bei den 14- und 15-Jährigen bedurfte es bei acht Schießteilnehmern keines Umschießens. Jahrgangsbester wurde hier Jannis Hannekum (III. Rott). Um den Jugendpokal, den 16- und 17-Jährige erringen können, wetteiferten lediglich drei Teenager. Die Trophäe ging ins I. Rott: Marijke Fösch holte sie sich, ohne dass ein Umschießen nötig geworden wäre.

Viel Lob erntete einmal mehr der Spieleparcours bei der Schießhalle. Scharen von Kindern kamen am Nachmittag – bis kurz vor der Krönung – unter ande- rem beim Würstchenschnappen, Dosenwerfen oder auch Feuerwehr-Zielspritzen auf ihre Kosten. Die Betreuung der 15 Stationen durch ein 40-köpfiges Team lag mit einer Ausnahme komplett in weiblicher Hand. Um die organisatorischen Dinge kümmerten sich indes Katja und Stephan Bruns sowie Svenja und Timo Chudaska.

Die Nummer auf jedem Button, der zur Teilnahme am Spieleprogramm berechtigte, bot die Chance, einen Gutschein für das Rosenfreibad im Rahmen einer Verlosung „abzustauben“. Am Ende freute sich Elena Budzin; ihr war das Losglück hold.

Ein gewohnt farbenprächtiges Bild bot sich Schaulustigen schon gestern Mittag beim Sammeln der Kinderschützen auf dem Marktplatz. Vor dem Ausmarsch unterzog Korporal Werner Racke vom I. Rott den Nachwuchs einer militärischen Schnellausbildung – kindgerecht, versteht sich.

Heute feiern in Harpstedt die „Großen“ das traditionelle Schiebenscheeten. Den ganzen Tag über herrscht im Flecken „Ausnahmezustand“, bis zu später Stunde der neue Bürgerschützenkönig nach Hause gebracht wird.

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