„Verspäteter“ Mastbau

Umspannwerk Prinzhöfte: Inbetriebnahme nun für März avisiert

Weitgehend fertiggestellt: das Umspannwerk Prinzhöfte.
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Weitgehend fertiggestellt: das Umspannwerk Prinzhöfte.

Simmerhausen – Aus der Inbetriebnahme des 110/20-kV-Umspannwerks Prinzhöfte am „Stolzbruch“ in Simmerhausen wird in diesem Jahr nichts mehr. Der „Startschuss“ fällt nach Angaben der Avacon voraussichtlich zwischen Anfang und Mitte März.

Auf sich warten lassen hat der Bau eines zusätzlich benötigten Strommastes, der eigentlich schon im Spätsommer hätte errichtet werden sollen. Inzwischen haben die Arbeiten daran begonnen. Der Sockel befindet sich bereits an Ort und Stelle. Die Avacon geht davon aus, dass der Mastbau innerhalb der zweiten Januarhälfte abgeschlossen werden kann. Daran schließt sich die Beseilung an, um Mast und Umspannwerk an die vorhandene Hochspannungsleitung von Wildeshausen nach Ganderkesee anzubinden.

Anlage wird „ferngesteuert“

Bereits im Mai waren die Herzstücke der Anlage, zwei jeweils 75 Tonnen schwere Transformatoren des Regensburger Herstellers SGB, eingebaut worden. Seither hat sich auf der Baustelle viel getan. Das Umspannwerk selbst ist nunmehr weitestgehend fertiggestellt. Es gilt als wichtiger Baustein, um mehr regenerativen Strom aufnehmen, hochtransformieren und dorthin „verteilen“ zu können, wo er benötigt wird. Die Avacon trägt damit dem jetzt schon hohen und erwartbar weiter steigenden Ökostromanteil Rechnung. Das Umspannwerk dient insgesamt der Versorgungssicherheit, soll aber auch eine Grundlage für den Anschluss zusätzlicher Fotovoltaik- und Windkraftanlagen in der Region schaffen.

Der Mastsockel ist bereits an Ort und Stelle.

Die Anlage transformiert nicht nur die Spannung von 20 auf 110 Kilovolt (kV) hoch, sondern auch im Gegenzug von 110 auf 20 kV herunter. Letzteres geschieht in Phasen, in denen der Strombedarf vor Ort die örtlich erzeugte Strommenge übersteigt. Der Standort des Umspannwerks in Simmerhausen gilt als ideal, zumal sich Konflikte mit Wohnnutzung komplett ausschließen lassen: In einem Umkreis von 900 Metern steht nach Angaben der Avacon kein einziges Wohnhaus.

Ursprünglicher Zeitrahmen ist Makulatur

Der Betrieb der Anlage erfordert, von Wartungen abgesehen, keinerlei Personaleinsatz vor Ort. Das Umspannwerk wird sozusagen ferngesteuert. Das obliegt der Netzleitstelle der Avacon in Salzgitter, die zu den modernsten in ganz Europa gehört.

Die mit dem Bau der Anlage und dem erforderlichen Ausbau der Netzinfrastruktur im Mittelspannungsbereich verbundenen Investitionen hat die Avacon wiederholt mit rund elf Millionen Euro angegeben. Der ursprünglich abgesteckte zeitliche Rahmen ist indes Makulatur. Das Umspannwerk hätte eigentlich bereits Ende 2020 in Betrieb genommen werden sollen. Die bautechnische Vollendung war sogar schon für Mai des vergangenen Jahres avisiert worden. Die eingetretenen Verzögerungen haben mehrere Ursachen. Bereits der genehmigungsrechtliche Teil zog sich hin.

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