Aktion der Bürgerschützen

Über 500 Weihnachtsbäume in Harpstedt geschreddert

Mehr als 30 Helfer haben sich in einzelnen Trupps an der Aktion beteiligt.
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Mehr als 30 Helfer haben sich in einzelnen Trupps an der Aktion beteiligt.

Die Bürgerschützen in Harpstedt haben am Samstag viele aussortierte Weihnachtsbäume geschreddert. Dabei konnten sie sich über einige Spenden freuen.

Harpstedt – 504 ausgediente Tannenbäume und damit 69 mehr als im Vorjahr sind am Sonnabendvormittag neben der Biogasanlage von Frieder Eiskamp am Dreiangel in Harpstedt in der Schreddermaschine gelandet. Unter der Regie des zweiten Rotts mit seinem Korporal Andreas „Pimo“ Wehrenberg wurden die Bäume ab 9 Uhr an den Straßen eingesammelt – versehen mit einem kleinen Obolus von zwei Euro oder auch mehr.

Coronabedingt musste auch in diesem Jahr alles kontaktlos ablaufen, sehr zum Bedauern der Schützen. „Wir hätten sehr gerne wieder das eine oder andere Pläuschchen abgehalten, stattdessen mussten die aktuell vorherrschenden Coronavorschriften eingehalten werden“, lassen sie wissen.

Die Schützen fanden es sehr schade, dass auch das gemeinsame Frühstück der Pandemie zum Opfer fallen musste – immerhin stellt die Abholsammelaktion sonst immer die erste Zusammenkunft im neuen Jahr mit allen vier Rotts dar. Stattdessen konnten sich die Helfer dank einer Spende der Familie Eiskamp in den Pausen am aufgestellten Ofen aufwärmen. Angesichts des kalten Wetters schmeckten warmer Kakao und Apfelsaft aus Töpfen auf dem Ofen himmlisch.

Mehr als 30 Helfer waren in einzelnen Trupps mit ihren Fahrzeugen für den guten Zweck im Einsatz. Ein großer Dank galt dabei der Firma Bode für die kostenlose Bereitstellung des Schredders sowie ihrem Mitarbeiter Stephan Kattau, der diese Aktion schon von Beginn an aktiv begleitet und jedes Mal für eine ordnungsgemäße Bedienung des Gerätes sorgt. Ebenso an Frieder Eiskamp, der sein Grundstück dafür zur Verfügung stellte. Das große Anwesen eignet sich für die An- und Abfahrt mit den Anhängern perfekt.

Spenden zum Teil fürs Kinderschützenfest

Seit mehr als zehn Jahren wird die Aktion von allen vier Rotts gemeinsam durchgeführt – gestartet hatte sie seinerzeit das erste Rott („Garde“). Jedes Jahr ist ein anderes für die Durchführung zuständig. Wehrenberg war einmal mehr begeistert von der Spendenbereitschaft der Bürger – die Tendenz geht mittlerweile dahin, des Öfteren fünf oder sogar zehn Euro zu spenden, im Durchschnitt liegen fünf Euro bei.

Die Spendengelder werden auch in diesem Jahr nicht nur ausschließlich dem Kinderschützenfest zugutekommen – die Hälfte davon fließt an das Koems Gelände, um es zu erhalten und auch in Zukunft weiter nutzen zu können. „Wir möchten uns auf diesem Weg bei allen Bürgerinnen und Bürgern dafür bedanken, dass sie uns und dadurch auch das Kinderschützenfest sowie den Koems unterstützt haben. Wir alle hoffen, dass in diesem Jahr das Schützenfest wieder stattfinden kann – wie und unter welchen Bedingungen muss abgewartet werden“, so Rolf Ranke.

Bei all den positiven Ergebnissen schwingt allerdings auch ein kleiner Wermutstropfen mit – und das nicht zum ersten Mal. Bereits seit etlichen Jahren stehen die Bäume bei einigen Mehrfamilienhäusern in Harpstedt an der Straße – allerdings oftmals ohne Geld, ärgern sich die Schützen. Klingeln sie dann an der Tür, ist entweder niemand zu Hause oder sie erhalten die Antwort, „das ist nicht mein Baum“. Daher bitten die Ehrenamtlichen die Bürger darum, dass das Geld in einem Umschlag oder einer Tüte an den Baum gebunden wird. Ansonsten sei die Zuordnung schwer und das Klingeln mache die Sache aufwendiger.

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