„The (G)Oldies“ spielen für die Honduras-Hilfe / Sänger Joachim Decker: Karitatives Engagement ist uns sehr wichtig

„Rock around the clock“ zieht immer

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Zusammen bringen „The (G)Oldies“ nicht nur mehr als 260 Lebensjahre, sondern auch jede Menge Musikalität, Spaß und Power auf die Bühne. Von links: Achim Bütow, Franz kleine Holthaus, Helmut („Eddy“) Ostendorf und Joachim Decker.

Klein Ippener - Von Jürgen Bohlken. Roy Orbisons „Pretty Woman“, „Surfin‘ USA“ von den Beach Boys, Michael Holms „Mendocino“ oder auch „Me and Bobby McGee“ von Kris Kristoffersonsind nur einige von etlichen legendären Evergreens, mit denen „The (G)Oldies“ am Sonnabend, 28. November, 20 Uhr, im Saal der Gaststätte „Hackfeld‘s Dorfkrug“ in Klein Ippener die Stimmung auf den Siedepunkt treiben wollen. Über diesen Auftritt und die Band sprach Sänger Joachim Decker mit unserer Zeitung.

Was macht einen guten Oldie, einen „Goldie“, aus?

Decker: Für uns ist ein Titel gut, wenn er gut ankommt bei den Leuten. Wir imitieren keinen Sänger, bemühen uns aber schon, dem Sound des Originals jeweils nahe zu kommen. Wir spielen seit vier Jahren zusammen, anfangs noch zu dritt: Die Percussion- und Rhythmusinstrumente kamen damals aus der Konserve. Seit zwei Jahren ist Helmut „Eddy“ Ostendorf als Schlagzeuger dabei, so dass wir jetzt alles komplett live spielen. Das ist ehrlicher – und macht uns selbst wesentlich mehr Spaß.

Ihr habt sowohl deutsch- als auch englischsprachige Titel in eurem Repertoire. Worauf liegt der Schwerpunkt?

Decker: Die englischsprachigen Stücke überwiegen klar und dürften in etwa zwei Drittel ausmachen.

Kommen die Leute zum Zuhören oder eher zum Tanzen in eure Konzerte?

Decker: Viele wollen anfangs nur zuhören, aber auch hartnäckige Tanzmuffel hält es irgendwann oftmals nicht mehr auf den Stühlen bei Ohrwürmern wie „Peggy Sue“.

Stimmen die Musikgeschmäcker der vier Bandmitglieder im Wesentlichen überein, oder gibt es schon mal Differenzen, wenn ihr die Setlist zusammenstellt?

Decker: Da sind wir uns sehr einig. Die Setlist stellen wir gemeinsam zusammen und stehen auch hinter jedem Stück, das sich darauf wiederfindet.

Ein Konzert kann einer Berg- und Talfahrt gleichen. Mal ist die Stimmung auf dem Siedepunkt, mal im Keller. Habt ihr einen Titel in eurem Repertoire, der Ermüdungserscheinungen im Publikum mit Sicherheit erfolgreich entgegenwirkt? Ein Ass, das immer sticht?

Decker: Ja, da gibt es gleich mehrere. Zum Beispiel „Rock around the clock“ von Bill Haley and the Comets oder auch „Bad Moon Rising“ von Creedence Clearwater Revival.

Versteht ihr euch blind auf der Bühne, oder müsst ihr vor jedem Auftritt proben?

Decker: Wir proben für gewöhnlich schon ein- bis zweimal vorher. Allein schon, um neue Stücke einzuüben. Wir kommen aber auch sonst gelegentlich zum Proben zusammen. Nicht nur vor Konzerten.

Erfüllt ihr Zuhörer-Wünsche auf Zuruf?

Decker: Eher weniger. Es sei denn, es sind Stücke aus unserem Repertoire, die wir gespielt haben und die das Publikum gern noch einmal hören würde. Das kommt häufiger vor.

Mit welchem Musiker würdest du gern mal ein Bier trinken gehen – oder wärst du gern ein Bier trinken gegangen, als er noch lebte?

Decker: Mit Bill Haley zum Beispiel. Oder auch Daniel Boone. Mit seinem Hit „Beautiful Sunday“ habe ich Anfang der 1970-er Jahre im „Sonnenstein“ in Harpstedt während eines Sängerwettstreits alle in Grund und Boden gesungen. 250 bis 300 Leute passten da ungefähr rein. Johann Hasselmann sagte mir damals, wenn ich mich richtig erinnere, ich hätte mit 180 Stimmen Vorsprung gesiegt.

Wie wichtig ist euch neben der Musik karitatives Engagement?

Decker: Sehr wichtig. Keiner von uns kriegt Gage. Aus den Einnahmen decken wir nur Kosten für die Anmietung der Anlage; was übrig bleibt, wird eins zu eins gespendet. Mit der Oldie-Night in „Hackfeld‘s Dorfkrug“ unterstützen wir wieder die Honduras-Hilfe. Wir haben aber auch schon für die Tierschutzgruppe Wildeshausen gespielt und würden im kommenden Jahr gern die „Tafel“ unterstützen.

Als „G(Oldies)“ bringt ihr zusammen mehr als 260 Jahre auf die Bühne. Da lauft ihr Gefahr, schon mal „Dinosaurier“ oder „Veteranen“ genannt zu werden. Wie geht ihr damit um?

Decker: Das nehmen wir mit Humor.

HINTERGRUND:

Die Schirmherrschaft über die von der Mediengruppe Kreiszeitung präsentierte Oldie-Night mit „The (G)Oldies“ hat Ippeners Bürgermeister Georg Drube übernommen. Die Musiker Achim Bütow (Gitarre, Gesang), Franz kleine Holthaus (Gitarre, Gesang, Mundharmonika), Helmut „Eddy“ Ostendorf (Schlagzeug) und Joachim Decker (Gesang) bitten pro Besucher um eine Spende in Höhe von sieben Euro zugunsten der Honduras-Hilfe. Karten gibt es direkt in „Hackfeld‘s Dorfkrug“.

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