Konsequenzen aus Unfallgeschehen

Tempo 30 statt oder plus Vollampel?

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Tempo 30 auf der Burgstraße? Viele Verkehrsteilnehmer wunderten sich über die völlig überraschend aufgestellten Schilder. Und so mancher hegt Zweifel daran, dass allein mit diesem Tempolimit und Fahrbahnmarkierungen die unübersichtliche Situation auf der „großen“ Kreuzung entschärft werden kann.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Eine Vollampelanlage wünschen sich die Harpstedter schon seit Jahrzehnten für die „große“ Kreuzung im Flecken. Was sie nun aber erst einmal bekommen haben, ist ein Tempo 30-Limit auf der Burgstraße (L 338) zwischen Volksbank und Raumausstatter Sudmann.

Womöglich bleibt es aber auf Dauer nicht dabei. Hinzugesellen werden sich – so viel ist schon sicher – eine Mittelmarkierung und eine Wartelinie auf der Langen Straße, damit sich die Verkehrsteilnehmer dort künftig nicht zu weit links einordnen und somit für den einfahrenden Verkehr aus Richtung Wildeshausen oder Kirchseelte genügend Platz verbleibt. 

Das in der Kreisverwaltung angesiedelte Straßenverkehrsamt hat das Tempolimit und die Fahrbahnmarkierungen auf Nachfrage unserer Zeitung mit dem auffälligen Unfallgeschehen der jüngsten Vergangenheit auf der Kreuzung begründet.

Maßnahmen mit Polizei und Land abgestimmt

Die Maßnahmen sind mit der Polizeiinspektion sowie der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Oldenburg, abgestimmt worden. Die Unfälle der jüngsten Zeit seien ja vielleicht auch ein Ergebnis des Ausbaus der Ortsdurchfahrt, denn das frühere Pflaster habe wohl eher zum langsamen Fahren animiert als der jetzige glatte Asphalt, vermutet die Untere Verkehrsbehörde. 

Seit 2009 vertritt sie einen Standpunkt, der der da lautet: Eine Vollampel im Kreuzungsbereich würde den Verkehr auf der Burgstraße zu stark behindern und hätte sogar Staus auf der L 338 zur Folge, weil die Ampel-Umlaufzeiten wegen der versetzten Einmündungen der Langen Straße und der Mullstraße überdurchschnittlich lang sein müssten.

Vollampel nicht ganz vom Tisch 

Andererseits ist nun eine neuerliche – umfangreiche –Verkehrserhebung für den Kreuzungsbereich angedacht. Aus den Resultaten der Zählung wird sich ergeben, ob über die aktuell angeordneten Maßnahmen hinaus weitere Eingriffe erforderlich sind. 

Sollte das der Fall sein, dürfte die Vollampel als Option wieder in Erwägung gezogen werden. Unterdessen hätte sich Fleckenbürgermeister Stefan Wachholder gewünscht, dass die Gemeinde Harpstedt in die behördlichen Überlegungen zumindest einbezogen worden wäre. „Uns hätte man ja auch mal fragen können“, sagte er auf Nachfrage.

Der stellvertretende Fleckenbürgermeister Klaus Budzin reagiert unterdessen verärgert auf die „30“-Schilder in Harpstedt.

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