Alter Standort-Plan wieder aktuell

Telekom baut Antennen an Muna-Turm

Überraschend hat die Telekom nun doch den Vodafone-Muna-Turm als Standort für die geplante Antennenanlage auserkoren, mit der sie den Handyempfang in Dünsen verbessern will. - Foto: Bohlken
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Überraschend hat die Telekom nun doch den Vodafone-Muna-Turm als Standort für die geplante Antennenanlage auserkoren, mit der sie den Handyempfang in Dünsen verbessern will.

Dünsen - Die Telekom wird voraussichtlich bald Antennen am Funkturm in der ehemaligen Muna installieren. Das Bürgerauto für die Gemeinde dürfte im Sommer 2018 in Betrieb gehen. Das in Dünsen geplante Baugebiet stößt schon jetzt auf großes Interesse. Diese Punkte kamen während des jüngsten Bürgerstammtischs im „Landhaus“ von Udo Sandkuhl zur Sprache.

Ende September hatte sich Bürgermeister Hartmut Post bei der Telekom erkundigt, ob das Unternehmen nun einen geeigneten Standort für die Antennenanlage gefunden habe, mit der deutliche Verbesserungen beim Handyempfang erzielt werden sollen (wir berichteten). Am 11. Oktober erhielt er eine Antwort: Thomas Fannasch von der Telekom („Technische Abteilung und Rollout“) vermeldete, die Telekom werde nun doch am Funkturm des Anbieters Vodafone in der ehemaligen Munitionsanstalt (Muna) die geplante Antennenanlage installieren.

Diese Auskunft überraschte Post durchaus. Am 11. April nämlich hatte Fannasch mitgeteilt, von dem bestehenden Mast aus sei die „Mobilfunklücke nachhaltig nicht zu schließen“. Will heißen: Die Telekom ging zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass sich mit einer Antennenanlage am Muna-Turm nicht das ganze Gemeindegebiet abdecken ließe. Ob das immer noch Stand der Dinge und warum der zunächst verworfene Standort nun wieder aktuell ist, versucht Post derzeit bei Thomas Fannasch in Erfahrung zu bringen. Er hat ihn aber noch nicht telefonisch erreichen können. Zwischenzeitlich hatte sich die Telekom auf die Suche nach einem alternativen Standort begeben. Post brachte in diesem Zusammenhang die recht hohen Gebäude der Firma Meiners Saaten ins Spiel.

Großes Interesse an Bauland spürbar

Beim Stammtisch-Abend mit knapp 30 Teilnehmern ließ sich auch ein großes Interesse an Bauplätzen heraushören, das bereits das geplante Wohngebiet weckt. Es soll auf dem Acker entstehen, der über „Am Buchenhain“ und den Binsenweg erreichbar ist. 16 – vorwiegend jüngere – Interessierte, die sich dort den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen möchten, haben sich bei Hartmut Post in eine Liste eintragen lassen. Per Strichliste registrierte der Bürgermeister 33 weitere Interessenten aus Nachbargemeinden. 

In dem Gebiet ließen sich nach bisheriger Einschätzung zwischen 22 und 25 Bauplätze realisieren. Der Rat der Gemeinde werde, so hieß es, noch in diesem Jahr ein Planungsbüro mit der Erarbeitung eines Bebauungsplanentwurfes beauftragen. Gegen Ende 2018 könnten nach aktueller Lage der Dinge dann die ersten Wohnhäuser entstehen. Bis dahin müsse sich der Rat intensiv unter Beteiligung der Bevölkerung mit der Ausgestaltung des Wohngebietes – mit Ein- oder auch Mehrfamilienhäusern – befassen, lautete die einhellige Meinung der „Stammtischler“.

Ein von Heinz-Jürgen Greszik vorbereiteter Satzungsentwurf für den zu gründenden Verein „Bürgerauto Dünsen“ fand indes bei geringfügiger Änderung allgemeine Zustimmung. Der angestrebte „e.V.“ soll auch Spenden annehmen dürfen. Nach Einschätzung des Landkreises Oldenburg wird es noch bis Frühjahr 2018 dauern, ehe alle Voraussetzungen für den Betrieb des Bürgerautos erfüllt sind.

„Der Stammtisch entwickelte sich im Verlaufe des 90-minütigen Treffens auch zum näheren Kennenlernen in der Dünsener Nachbarschaft. Es besteht ein starkes Interesse an der nächsten Zusammenkunft am 15. Januar des kommenden Jahres“, resümiert Heinz-Jürgen Greszik in einer Pressemitteilung. - eb/boh

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