Discoabend für Jugendliche ohne Alkohol und Nikotin / Termin am 22. November

14. „Tanzrausch“ im Koems-Saal steht an

Ein großes Team aus Jugendpflegern, Gemeindevertretern, Unterstützern und Sponsoren steht hinter der 14. „Tanzrausch“-Veranstaltung. Foto: backhaus

Harpstedt – In gut zwei Wochen soll der Koems-Saal voll sein: Zur 14. „Tanzrausch“-Disco am Freitag, 22. November, erwarten die Kreis- und Gemeindejugendpfleger mehrere hundert Jugendliche in Harpstedt. Das Besondere an dem Abend ist, dass weder Alkohol noch Zigaretten erlaubt sind. Bereits zum dritten Mal in Folge haben Samtgemeinde und Flecken zugestimmt, dass die Party auf dem Koems-Gelände gefeiert werden darf.

Auch wenn die Veranstaltung Zwölf- bis 17-Jährigen offensteht, kämen vor allem Besucher zwischen 13 und 15 Jahren, berichtet Kreisjugendpfleger Dirk Emmerich: „Die Zwölfjährigen dürfen manchmal noch nicht, und die 16- und 17-Jährigen dürfen mit einer Genehmigung der Eltern teilweise auch schon in die richtige Disco.“ Hintergedanke des „Tanzrauschs“ sei, die Heranwachsenden anzusprechen, bevor sie mit Alkohol oder Tabak in Kontakt kommen, sagt Annelen Voss von der Harpstedter Jugendpflege. Zwölfjährige könnten so bereits früh die Erfahrung machen, dass sie auch ohne Drogen feiern können. „So wird ein gesellschaftlich weit verbreiteter Irrglaube, man könne ohne Alkohol keinen Spaß haben, faktisch widerlegt, indem erlebt wird, dass Feiern ,OHNE’ genauso gut geht“, erklärt Emmerich.

Denn auch wenn der in dieser Woche vorgestellte Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung zeigt, dass sowohl der Anteil rauchender Jugendlicher als auch derjenigen, die regelmäßig Alkohol trinken, zurückgegangen ist, bleibe die Arbeit in diesem Bereich wichtig. „Ich behaupte mal, dass Präventionsveranstaltungen dazu beitragen“, kommentiert Emmerich die Ergebnisse.

Zahlreiche Unterstützer – die Malteser Harpstedt, die Mitarbeiter des Bauhofs der Samtgemeinde, die Landjugend Harpstedt, die Fördergemeinschaft Koems, Westfalen Gas Ch. Welker aus Harpstedt, sämtliche Kommunen des Landkreises Oldenburg sowie Ehrenamtliche – ermöglichen den „Tanzrausch“. Sponsoren sind neben der AOK die LzO, die Ansgari Apotheke Hatten sowie der Landkreis, die Präventionsräte und die Samtgemeinde Harpstedt.

„Was die Party ausmacht, sind die Größe und die Qualität“, findet Matthias Heil vom Jugendzentrum „Trend“ in Ganderkesee. Die professionell organisierte Disco sei etwas ganz anderes als ein Abend mit Musik aus der Box und einer Discokugel. Zusätzlich gibt es – erstmals in diesem Jahr – einen Fahrsimulator sowie eine VR-Brille zum Ausprobieren. Airbrush-Tattoos, das Spiel „Sing Star“ sowie Getränke und Essen zum kleinen Preis runden das Angebot ab. Der kostenlose Bustransfer der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahngesellschaft ermöglicht den Jugendlichen zudem eine gewisse Unabhängigkeit.  kab

Karten und Infos

Tickets für die „Tanzrausch“-Disco kosten sieben Euro (inklusive Bustransfer). Sie sind in allen Jugendzentren des Landkreises sowie an der Abendkasse erhältlich. Die Veranstaltung läuft von 19 bis 24 Uhr.

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