Ulla Meinecke gastiert erneut in Harpstedt

„Die Tänzerin“ tanzt auf vielen „Hochzeiten“

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Gab im Januar 2016 ihr erstes – gefeiertes – Konzert in der Christuskirche: Ulla Meinecke mit Band.

Harpstedt - So mancher ehemalige Universitätsabsolvent hat wohl heute noch den lasziv-beschwingten Song „Die Tänzerin“ im Ohr, lief der Titel doch 1986 gerade in studentischen Kreisen rauf und runter. Ulla Meinecke traf damit den Nerv der Zeit.

Die groovende Stimme und der Tiefgang in ihren Texten sind geblieben, wie ihr 2016 erschienenes Live-Doppelalbum „Wir warn mit dir bei Rigoletto, Boss“ beweist. Die mittlerweile zur „Grande Dame“ gereifte Sängerin, die auch sehr erfolgreich schauspielert, tourt immer noch mit Band durch die Lande. Harpstedt beehrt sie am Sonntag, 22. Oktober, 17 Uhr, schon zum zweiten Mal. 

Bei ihrem ersten Gastspiel im Januar 2016 zeigte sie sich derart angetan vom Publikum und von der Akustik der Christuskirche, dass sich das Gotteshaus nun abermals in ihrem Tourplan wiederfindet. Damals standen ihr die Multiinstrumentalisten Ingo York und Reinmar Henschke zur Seite; auch diesmal sorgen beide an Keyboards, Gitarre, Bass und Percussioninstrumenten für einen „nach mehr Musikern“ klingenden Sound.

Mit Facebook kann sie nichts anfangen

Während ihres Harpstedt-Debüts entpuppte sich Ulla Meinecke als sehr natürliche Frau ohne Star-Allüren – nicht abgeneigt, sich mal selbst auf die Schippe zu nehmen. So sang sie etwa „Ich bin zu alt fürs Showgeschäft“. Dieser Botschaft widersprechen ihre Fans entschieden.

Gute Texte, neu arrangierte und melodienstarke Songs, gepaart mit überraschenden Moderationen, ergeben in der Summe eine ausgeklügelte Konzertdramaturgie. Die Ulla Meinecke Band überzeugt nach Angaben des Veranstalters „mit einem brillanten Bühnen-Entertainment“ und „mit einer großen Leichtigkeit“, unter der „die Tiefe“ spürbar sei.

Gesundes Verhältnis zum eigenen Alter

Wie gefragt die Shows sind, beweisen allein zwölf Auftritte im laufenden Monat Oktober. „Die Tänzerin“ tanzt also sozusagen auf vielen „Hochzeiten“. Sie schätzt kleinere Konzerte mit großer Nähe zum Publikum. In solch intimer Atmosphäre fällt es ihr leicht, auch Persönliches preiszugeben. So outet sich Ulla Meinecke beispielsweise als herrlich altmodisch. Mit Facebook und Co. kann sie nichts anfangen. Ihr Standpunkt zu den sozialen Netzwerken: „Dafür habe ich keine Zeit. Ich treffe mich lieber mit richtigen Freunden.“

Inzwischen ist sie 64. Zu ihrem Alter hat sie ein gesundes Verhältnis. „Anti-Aging ist für mich das gleiche Konzept wie Katzenklappen am U-Boot“, beschreibt sie ihre No-Botox-Haltung. Auf diese und andere Stories dürfen sich die Zuhörer in der Christuskirche freuen. Und wohl auch auf den einen oder anderen alten Hit, denn Titel wie „Schlendern ist Luxus“ oder eben „Die Tänzerin“ baut die Künstlerin nach wie vor gern in die Setlist ein. Cover-Versionen bekannter Stücke aus fremder Feder mit ganz eigener Note runden das Programm ab.

Karten für das Konzert in Harpstedt (Einlass ab 16 Uhr) gibt es für 25 Euro das Stück im Vorverkauf bei Schreibwaren Beuke und im Harpstedter Kirchenbüro sowie bei der Wildeshauser Zeitung. An der Abendkasse beträgt der Eintritt 28 Euro. 

eb/boh

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