Viele Besucher und Aktionen

Syrische Köstlichkeiten und deutscher Salat beim Fest der Begegnung

Die Kinder hatten einige Möglichkeiten zum Spielen. Auch die anderen Angebote kamen gut an.

Harpstedt - Von Anja Rottmann. Die Mitglieder die Flüchtlingsinitiative hatten mit viel Besuch gerechnet, aber nicht mit einer solchen Resonanz: Viele Besucher, Deutsche und Flüchtlinge in etwa gleicher Anzahl, strömten am Sonnabendnachmittag zum „Fest der Begegnung“ auf dem Kreisjugendzeltplatz an der Schulstraße in Harpstedt.

Unter dem Arm trug so mancher einen Salat. In kürzester Zeit war ein ansehnliches Büffet aufgebaut – von deutschen Gerichten bis hin zu syrischen Köstlichkeiten. „Die Getränke und verschiedene Fleischsorten wurden vom Landkreis Oldenburg sowie der Diakonie gesponsert“, sagte Ralph Meyer, Ehrenamtskoordinator der Flüchtlingshilfe vom Malteser Hilfsdienst aus Wildeshausen.

Großen Spaß hatten die Kleinsten auf der Hüpfburg der Malteser – da spielte es für die Kinder keine Rolle, welcher Nationalität die Spielgefährten angehörten. Am Nachbarstand kreierte Angela Hielscher Blumen, Hunde, Bienen und Schwerter aus Luftballons – die Mädchen und Jungen waren begeistert, besonders die Schwerter wurden gleich ausprobiert. Tolle Motive zauberten die Helfer beim Kinderschminken auf die Gesichter der Kleinen. Beide Aktionen wurden von den Maltesern finanziert.

„Fest der Begegnung“ in Harpstedt

Eines der Highlights war das Reiten – Familie Degener vom Gestüt in Hackfeld war mit einigen Ponys angereist. Unter fachkundiger Anleitung drehten vor allem die Mädchen Runde um Runde. Auch diese Aktion war kostenfrei – hier hatte die Diakonie die Finanzierung übernommen. Kostproben ihres Könnens zeigte die Einradgruppe des Unicycle-Teams. Die Jugendfeuerwehr Harpstedt lockte mit Wasserspielen, was überwiegend von den Jungs in Anspruch genommen wurde. In musikalischer Hinsicht wurde das Fest durch die Schulradio AG der Oberschule Harpstedt unter Leitung von Eike Harnisch unterstützt. Steffen Akkermann von der Flüchtlingshilfe erklärte: „Wir sind eine breit angelegte Zivilgemeinschaft, die eigenständig läuft. Jeder weiß, was er zu tun hat, vieles ergibt sich von selber.“

Nibal Yousfi aus Syrien kümmerte sich derweil mit vielen Gleichgesinnten um den großen Grill. Hähnchenbrust, gewürzt mit Paprika sowie große Tomaten und ganze Zwiebeln verströmten einen verlockenden Duft.

Yousfi spricht mittlerweile sehr gut Deutsch. „Zu Beginn haben wir jeden Dienstag und Donnerstag Deutschunterricht von sehr netten Leuten erhalten, die uns unterstützt haben. Danach folgte ein VHS-Kurs in Wildeshausen. Mittlerweile bin ich seit zwei Monaten bei DHL in Wildeshausen als Paketzusteller angestellt“ erklärte er. Für Abdulrahman Kalash läuft es ebenfalls gut. Er hat ein Praktikum als Elektriker absolviert – ein weiteres als Lackierer beginnt in Kürze. Sadika Omer lebt seit vier Monaten in Cloppenburg, ließ es sich aber nicht nehmen, am Fest ebenfalls teilzunehmen. Sie ist seit zwei Jahren in Deutschland und fängt Ende des Monats einen weiteren Deutschkurs an. Ihr Ziel ist es, kurzfristig eine Arbeit zu finden.

Im Verlauf des Nachmittages kam sogar noch die Sonne zum Vorschein – etliche Einheimische nutzten die Gelegenheit, um mit den Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen. 

Das Fazit des Nachmittages: Eine gelungene Veranstaltung, die mit Sicherheit dafür gesorgt hat, dass neue Kontakte geknüpft und Spielkameraden für die Kinder gefunden wurden.

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