Mit Stefanie Golisch „rund um die Welt“

Von Fremde und Heimat

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Nimmt ihr Publikum in Dünsen mit auf eine musikalische Weltreise: Stefanie Golisch.

Dünsen - „Reist in die Welt! Seid offen für das Fremde!“ Diese Botschaft knüpft Stefanie Golisch an ihr Programm „Somewhere over the rainbow“, das sie am Freitag, 19. Februar, 20 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr), in der Zufluchtskirche in Dünsen vorstellt. Die Bremer Mezzosopranistin schlägt dann einen Bogen zur Flüchtlingsproblematik, allerdings bewusst auf eine leichte, beschwingte Art und Weise. Neben heiteren Momenten kämen Romantik und Emotionen aber nicht zu kurz, verspricht die sympathische 41-Jährige. Angesichts der aktuellen schrecklichen Geschehnisse in vieler Herren Länder findet sie es legitim, einen fröhlichen Kontrapunkt zu den „Bad news“ zu setzen – mit Melodien aus Musical, Operette und Tonfilmschlager, die sie keineswegs lieblos aneinander reiht, sondern mit Niveau darbietet und anhand eines roten Fadens mit Textelementen und persönlichen Anekdoten verbindet.

Es gebe eine richtige kleine Rahmenhandlung mit Bezug zur Fremde, aber auch zur Heimat, kündigt die Künstlerin an. Zu viel möchte sie vorab nicht verraten, so viel aber doch: Es werde sehr international und auch sehr interkulturell auf der Bühne zugehen. Das lassen Titel wie „Milord“, ein Stück, das Edith Piaf zu Weltruhm verhalf, „Ganz Paris träumt von der Liebe“, „Granada“ oder auch „Die Blume von Hawaii“ bereits erahnen. Hinzu gesellen sich etwa „Summertime“ aus George Gershwins „Porgy and Bess“, „Du sollst der Kaiser meine Seele sein“ oder auch Hildegard Knefs „In dieser Stadt“. Zwei argentinische Tangos verleihen dem musikalischen Reigen zusätzlich Würze und Temperament.

„Ich wollte mal was ganz anderes machen als in meinem ,Sisi‘-Programm. Ich kann versprechen: Es wird richtig bunt. Vorwiegend vertraute, aber auch ein paar unbekannte Lieder werden erklingen. Ich glaube, ,Somewhere over the rainbow‘ ist ein Programm, das die breite Masse cool findet. Ich wünsche mir, dass die Zuhörer nach dem Musikgenuss mit einem Lied auf den Lippen nach Hause gehen“, sagt Stefanie Golisch. Begleiten wird sie auf ihrer musikalischen Weltreise Nico Stabel, ein Pianist aus Berlin mit Lehrauftrag an der dortigen Universität der Künste, der nicht zuletzt als Leiter verschiedener Festivals von sich reden gemacht hat.

Ganz persönliche Erfahrungen mit der Fremde machte die Mezzosopranistin 2009 während einer Konzertreise durch das damals noch nicht zerbombte Syrien mit Gastspielen in Damaskus und Aleppo. Ihr Vater reiste seinerzeit mit. „Er hat hinterher gesagt, es seien die schönsten zwei Wochen der vergangenen 20 Jahre für ihn gewesen“, erinnert sich die 41-Jährige. „Wahnsinn. Einfach traumhaft“, schwärmt sie selbst im Rückblick auf die Tage in Syrien. „Ich habe noch nie so freundliche und gastfreundliche Menschen erlebt. Gewohnt haben wir damals bei Rami Chahin, einem Komponisten und tollen Musiker, der aktuell in Oldenburg promoviert und mit seiner Promotion in den letzten Zügen liegt.“

Mit dem Konzert in Dünsen klinkt sich Stefanie Golisch abermals in die Veranstaltungsreihe „Kultur am Glockenturm“ ein. Der Vorverkauf läuft. Karten gibt es – wie gewohnt – in Dünsen auf dem Wesselhof sowie in Harpstedt bei Schreibwaren Beuke und im „Bücherlädchen“.

boh

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