Reitturnier beim RC „Sport“ Harpstedt leidet einmal mehr unter miesem Wetter

Starterfeld stark ausgedünnt

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Auf „Contacio Girl“ startete Julia Heithaus vom RV Leichttrab Wildeshausen in der Springpferdeprüfung der Klasse A.

Groß Köhren - Von Jürgen Bohlken. Reichlich Regen und ein scharfer Wind, der über die Reitanlage in Groß Köhren fegte, drückte sichtlich auf die Stimmung. Wieder einmal hat der Wettergott den RC „Sport“ Harpstedt für die in das zweitägige Reitturnier investierte Arbeit nicht belohnt.

 Und gegen einen übel gelaunten Petrus ist kein Kraut gewachsen, lautete am Ende die bittere Erkenntnis. Es gab gut 1100 Nennungen, aber die Wetterkapriolen ließen das Starterfeld stark ausdünnen – vor allem gestern, als bis zu 80 Prozent der Reiterinnen und Reiter, die für Prüfungen genannt hatten, auf ihre Teilnahme verzichteten.

Schon im vergangenen Jahr hatte der RC „Sport“ unter Wetterkapriolen gelitten. Damals fegte ein Sturm die Hindernisse vom Springparcours. Starke Windböen drohten auch diesmal. „Wir wollten natürlich gewappnet sein. Daher haben wir uns 30 Sandsäcke besorgt, um die Hindernisse zu stabilisieren“, erläuterte der Vereinsvorsitzende Harald Straßer gegenüber unserer Zeitung. Um selbst bei Regen noch einigermaßen passable Verhältnisse auf den Dressurplätzen garantieren zu können, seien obendrein am Freitag Entwässerungsgräben gezogen worden.

Der Reitsport geriet zwar nicht zur Nebensache, aber der Verdruss über das schlechte Wetter war zeitweise, besonders gestern, an jeder Ecke auf dem Turnierplatz spürbar. Der Dauerregen durchnässte die Plätze eben doch erheblich. „Das ist schon ein bisschen wie Reiten im Watt“, meinte eine Zuschauerin, die in der Dressurpferdeprüfung der Klasse A Christin Soller vom Reit- und Fahrverein Steller See die Daumen drückte. „Sie reitet heute ihre allererste Prüfung“, verriet der „Zaungast“, während das Pferd „Cristiano“ auf dem „Dressurplatz eins“ den zahlreichen Pfützen trotzte und sich insgesamt wacker schlug.

Nebenan nahm derweil die Springpferdeprüfung der Klasse A ihren Lauf. Julia Heithaus vom RV Leichttrab Wildeshausen zählte

Christian Siemer siegt im M-Springen

zu den ersten Startern. Einen ganz zufriedenen Eindruck machte sie nach ihrem Ritt nicht. „Mehr Tempo“ hätte sich ihr Trainer von ihr gewünscht.

Nicht dem Wetter geschuldet gewesen sei, so Harald Straßer, ein Sturz mit glimpflichem Ausgang, der am Sonnabend auf dem Springplatz passierte. Die Reiterin sei prophylaktisch ins Krankenhaus gekommen; es gehe ihr aber gut.

In sportlicher Hinsicht konnte der RC „Sport“ unter anderem im AWG-Dressur-Teamcup (E) punkten. Auf Platz drei landeten Hanna Schneider auf „De Santa“ und Eileen Wöbse auf „Miss Moet“, beide mit der Wertnote 5,70. Den Sieg hatten Kathrin Kastendieck auf „Candy“ (7,20) und Theresa Glöß auf „Delorean H“ (6,50) vom Reit- und Fahrclub Niedersachsen-Eiche errungen. Platz zwei ging an Franziska Niemeyer auf „Relevant‘s Lady“ (7,40) und Candy Borchers auf „Queeny“ (5,60) vom Reit- und Fahrverein Maasen-Sulingen.

Das M-Springen gewann im Stechen mit einem NullFehler-Ritt in 41,39 Sekunden Christian Siemer auf „Tip Top vom Wartenberg“ (RV Visbek) vor Kai Gerloff. In der M-Dressur siegte indes Sylvia Bobrink auf „Hugo“ (RuFC Niedersachsen-Eiche) mit einer Wertnote von 7,5.

Auf die Reitergebnisse kommt unsere Zeitung morgen zurück.

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