Schwarzmeer Kosaken-Chor und drei Instrumentalisten in der Christuskirche

Standing Ovations für wahre Stimmwunder

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Peter Orloff und der Schwarzmeer Kosaken-Chor zogen in der Christuskirche alle Register ihres Könnens.

Harpstedt - Ein grandioses Konzert des Schwarzmeer Kosaken-Chors unter der Leitung von Peter Orloff haben am Sonntag rund 300 Zuhörer in der Harpstedter Christuskirche erlebt.

Das Publikum bekam einen „emotionalen und herzlichen Nachmittag“ versprochen, der „in Ihren Herzen einen besonderen Platz behalten möge“, und die Künstler hielten tatsächlich Wort. Orloff standen wahre Stimmwunder zur Seite – abgrundtiefe Bässe, atemberaubende Tenöre und sogar, als absolute Rarität, ein männlicher Sopran von der Kiewer Oper. Zusätzlich begeisterten die drei Instrumentalisten Irina Kripakowa (Domra), Slava Kripakov (Bassbalalaika) und Ilya Kurtev (Knopfakkordeon) restlos mit ihrem musikalischen Können und ihrer Virtuosität. „Sie können mir glauben: Er kennt alle 256 Knöpfe seines Instruments persönlich“, merkte Peter Orloff augenzwinkernd in Richtung Kurtev an.

Das „Vater unser“, das „Ave Maria“ , „Nessun dorma“ aus der Oper „Turandot“, „Auf viele Jahre“ die berühmten „Abendglocken“ und „Die 12 Räuber“ zählten zu den musikalischen Perlen aus dem umfangreichen Repertoire des Ensembles, die das Publikum in Entzücken versetzten. Zwar verstanden die meisten Zuhörer die Sprache nicht, aber mit dem Herzen nahmen sie Klänge von geheimnisvoller Schönheit wahr, die von Glaube, Liebe, Hoffnung und Frieden kündeten. 

Das Konzertereignis entpuppte sich als ein Feuerwerk von Melodien, zugleich aber auch als eine musikalische Reise durch das alte Russland mit Romanzen, Geschichten und Balladen von überwältigender Ausdruckskraft, tiefer Melancholie und überschäumendem Temperament. In der Pause genossen die Besucher den vom Freundes- und Förderverein Christuskirche Harpstedt angebotenen Wein. Im weiteren Verlauf wechselten sich Gänsehautmomente mit tosendem Applaus ab. Nach „Guten Abend, gute Nacht“ in deutscher Sprache als Zugabe hielt es die Zuhörer nicht mehr auf den Bänken. Sie reagierten mit Standing Ovations und Stürmen der Begeisterung auf den atemberaubenden Musikgenuss.

Europaweit gibt der Chor rund 200 Konzerte pro Jahr. Seine Fans dürfen sich schon jetzt auf ein Wiedersehen und -hören in Harpstedt freuen. Anfang 2018 soll es ein Winter- oder Neujahrskonzert geben.

aro

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